27 Beer Donation by Jan, Ulli, Albert H.

by Rainer 1. September 2012 04:00

Jetzt komme ich ja so langsam zum Ende meiner Reise, und es gilt, Bierspenden entsprechend zu beantworten. Irgendwie ist ja bei mir die Luft raus, und ich war mir jetzt gar nicht mehr sicher, ob ich noch eine interessante Geschichte erzählen kann, aber es ist mir was eingefallen. Texas hat ja eine deutsche Gemeinde, und da lag es nahe, einen Ort aufzusuchen, wo man die deutschen Spuren noch findet. Keine Sorge, keine Friedhöfe mit deutschen Namen, aber eine Stadt namens Fredericksburg, die das deutsche vermarktet, und ich finde es schön. Aber eins nach dem andern. Erstmal eine kleine Kollektion von lustigen deutschen Elementen.

Und dann noch diese Speisekarte. Besonders gut gefällt mir das Jägerschnitzel Schnitzel, damit es auch jeder versteht. Noch ein paar Eindrücke aus dem Ort, der ein paar hübsche Häuser hat, und auch etliche Kirchen, die sonst nicht so an der Hauptstrasse stehen. Dann hat mich ein Schild angelacht, und ich dachte, dass das ein geeigneter Ort wäre, die Bierspende wegzusaufen. Ich war ja zu Fuss unterwegs. Ausserdem konnte man hier nicht nur an einer Stelle draussen sitzen, damit haben es die Amis ja nicht so, leider. Näher ran. Alle Bundesländer vertreten, auch Bayern, wie man sieht.

Später habe ich dann den netten Bedienungen erklärt, was mit ihnen passieren würde, wenn sie in Bayern ein "Wait to be seated" Schild aufstellen würden. Und hier also der Bierspendenverbrauchsnachweis, aber es geht noch weiter, weil ich habe nur 2 Spaten Oktoberfestbier hier getrunken, da war ja noch was übrig. Noch ein paar Eindrücke aus dem Biergarten, wirklich sehr gemütlich.

Und zur Abwechslung von diesm Köterland mal eine, wenn auch nur einäugige, Katze oder Kater.

Nach dem Biergarten hielt mich die hübsche Malerei an einer anderen Kneipe auf, und da bin ich dann auch eingekehrt.

Hab einen schönen Platz am grossen Fenster gefunden und zwei Spaten Hell getrunken, lecker, richtig lecker, und ich war auch ganz schön angeheitert, weil ich ja nur die dünne US Brühe gewohnt war.

Dann war es auch schon Nacht geworden.

Und zu guter letzt noch einen Rundumfilmversuch, ich war wirklich blau.

 

Das wars für diese Bierspende, die ich zum erstenmal auch fast versoffen habe, für eine gebackene Kartoffel im Biergarten hats auch noch gereicht. Also nochmal herzlichen Dank an Jan, Ulli und Albert für dieses schöne Erlebnis.

Tags:

Rainer | USA 2012

26 Beer Donation by Helmut H.

by Rainer 27. August 2012 03:48

Auch Helmut hat eine Bierspende locker gemacht, dabei braucht er doch das Geld, um seinen neuen Smart am laufen zu halten. Eigentlich könnte man ein besonders schönes Stück Highway filmen, aber das macht ihn vielleicht eher nachdenklich, also eine schlichte Geschichte von der Route 66, die ich ja gewissermassen in Gegenrichtung nochmal durchfahren habe. Der Highway 66 nach Mathils Bierspendenbericht war so schlecht, dass mir mein Kennzeichen abgefallen ist, habe ich aber erst in Laughlin, NV, bemerkt. Suchen zwecklos, also betrachten wir es mal so: Ich hab diesmal kein Andenken an die Route 66, aber dieselbe hat eins an mich. Irgendwo an der Strasse liegt es, ein schönes Gefühl. Ein neues Kennzeichen hab ich auch schon

Aber erstmal wieder auf den Highway, diesmal von Westen kommend über Oatman nach Seligman.

Oatman ist ja bekannt für seine Esel, die hier überall den Verkehr aufhalten. Ob der liegende schon das zeitliche gesegnet hat, weiss ich nicht. Ansonsten der übliche Route 66 Ramsch.

Aber hinter Oatman nochmal ein Pass mit schöner Aussicht.

Und das ist mal eine sehr alte Tankstelle, ältere sind wohl nur auf Bildern zu sehen.

 

 

Die Route 66 hat natürlich auch Geschichten, eine davon handelt von einem Rasierschaumhersteller, der Schilder zur Verkehrserziehung aufgestellt hat, überall an der Strass.

 

If You Don't Know

Whose Signs These Are You Haven't Driven Very Far. Burma Shave

Übersetzt heisst das: Wenn du nicht weisst, wessen Schilder das sind, kannst du noch nicht weit gefahren sein. Diese Weisheiten standen früher überall, jetzt nur noch ein paar als Andenken. Nett fand ich auch: 30 Days- has September.April, June-and speed offender. Scheinbar wure man früher für Geschwindigkeitsübertretungen mit 30 Tagen Haft bestraft.

Seligman empfing mich diesmal mit mehr parkenden Autos und demselben Müll.

Trotzdem habe ich zu Helmuts Ehren ein Video mit der Anfahrt zum Bierspendennachweis gedreht. Und hier das Foto: Wie alles hier ist auch das Photo ein bisschen getürkt, weil die 0.0 Promillegrenze gilt und ich schon bei Mathils Bierspende illegal weitergefahren bin, also das abgebildete Bier ist ein root bier, das ich mir nur ausgeliehen habe. Trinken kann man das nicht, schmeckt wie eine Mischung aus Kaugummi und Lakritze. Aber am Abend habe ich das echte dann nachgeholt, also nochmal vielen Dank an Helmut.

Tags:

Rainer | USA 2012

25 Noch eine grosse Runde durch den Südwesten

by Rainer 27. August 2012 00:57

Nach Sturgis und Colorado hatte ich ja noch sehr viel Zeit und deshalb wollte ich nochmal einige besondere Plätze im Südwesten aufsuchen. Arizona empfing mich so:

Ich war wieder zu Hause. Und die aufgelassenen Gebäude, in diesem Fall ein indianisches Visitor Center, begrüßten mich ebenfalls.

An diesen Felsen, die es nicht nur im Monument Valley gibt, kann ich mich nicht sattsehen.

Dann wollte ich weiter zum 4 Corners, der einzigen Stelle in den USA, an der 4 Staaten aneinandergrenzen.

Hier bin ich bereits umgekehrt. 3 Dollar für einen Punkt auf der Landkarte und Shop und Cafe besuchen dürfen, das erregte bei mir wieder Skywalkgefühle, nein, muss ich nicht haben. Für 3 Dollar kriegt man ein Bier.

Dann lieber wieder zu meiner Lieblingsbeschäftigung, an einsamen Tankstellen Kaffee trinken. Und sich kostenlose Attraktionen am Wegesrand anschauen, hier zum Beispiel ein Felsen bei Mexican Hat, man kann sich denken, warum der so heisst.

Was nicht passt, wird passend gemacht, immer schöne Strassen.

Auch diese Stelle ist irgendwo, nirgends als besonders sehenswert verzeichnet.

Zu diesem Bild wieder eine kleine Geschichte. Getroffen am McDonalds in Page. Jerry fährt auch eine Shadow, und begründet es damit, dass sie gut handhabbar ist und dass er mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen kann. Jerry kommt aus Salt Lake City, ist 79 (!) Jahre alt und fährt 3 Wochen durch den Südwesten. Zitat:" Wenn ich noch mal Lust auf eine Reise bekomme, fahre ich nach Alaska". Manche Leute nötigen einem Bewunderung ab.

Dann gings zum Grand Canyon, Nordseite, die ich noch nicht kannte und die bei meiner ersten Vorbeifahrt noch wegen Schnees geschlossen war. Haha. Dann wurde es dunkel und Regen und schliesslich Hagel machte ein Weiterfahren nahezu unmöglich. Oben schien dann wieder die Sonne, als wäre nichts gewesen.

Ein paar Eindrücke der Nordseite. Vielleicht nicht ganz so spektakulär wie die Südseite, aber viel weniger besucht, einfach gemütlicher.

Und jetzt noch ein Panorama Später dann diese Landschaften.

Zur Erholung mal wieder ein Blümchen.

Weiter gings nach Nevada auf den Extraterrestrial Highway, bestimmt einer der schönsten.

So was von einsam und alleine.

Diese Strecke war 310 km ohne Tankstelle, und ein bisschen zittert man ja schon, aber vorweg, bei 304 km ist meine Reservewarnlampe angegangen, es hätte also noch gut 40 km weiter gehen können. Und dann - Überraschung! - in der Ferne ein kleiner Ort mit der einzigen Gastwirtschaft auf der ganzen Strecke.

Die Kneipe hiess AleInn, ein kleines Wortspiel, und man hat tapfer das extraterrestrische thematisiert. Und die Dollarscheine an der Decke gehören hier wohl zur Standardausstattung. Noch ein paar Impressionen.

Es wurde immer heisser, und weil ich früh aufgebrochen war, war ich auch schon früh im Zielort Tonopah und bin dann mal in ein Motel gegangen, weil ich nicht mehr wusste, wie ich bei der Hitze den Nachmittag überstehen sollte, hab ich in den kommenden Tagen noch ein paar mal gemacht.

Tonopah war eine Minenstadt, und der alte Friedhof, um 1900 angelegt, ist erhalten als Denkmal.

Und wieder auf die immer heissere Strecke runter zum Death Valley von Norden her.

Auf dem Weg liegt Scottys Castle, hat auch mal ein verrückter bauen lassen und kostet heute Eintritt. Bin nicht so neugierig, aber ein Ranger gab mir wichtige Temperaturhinweise.

Noch ein Bild zum Abschied und dann nix wie weiter, um noch bei unter 40 Grad aus dem Death Valley wieder rauszukommen.

Zum nächsten Bild gibts eine kleine Geschichte. In Ballarat wurde die berühmte Startszene aus "Easy Rider" gedreht, wo Peter Fonda und Dennis Hopper mit ihren Motorrädern auf die Reise gehen. Heute eine Ghost Town, 5 km Erdstrasse vom Highway entfernt. Schaff ich leicht, dachte ich mir und fuhr los, obwohl es bereits über 40 Grad hatte. Anfangs gings ja noch, aber dann kam der Sand und beinahe eine Flugeinlage von mir. Habe dann auf halber Strecke betrübt umkehren müssen und mir Moritz' Bike gewünscht.

Und ein bisschen Sand habe ich auch aufgelesen. Da ich ja nie Schuhe putze, wird mich dieses Ereignis noch ne Weile begleiten. Das wars für diesmal. Bis dann.

Tags:

Rainer | USA 2012

24 Bierspende von Mathilde H. am Bagdad Cafe, Arizona

by Rainer 22. August 2012 22:59

 

 

Mathilde H., genannt Mathil, hat mir eine schöne Bierspende zukommen lassen und ich musste mir überlegen, wo ich diese besonders einsetzen kann. Einen Bezug zum Bayerischen sollte das ganze schon haben, und was lag da näher, als den Ort aufzusuchen, an dem der Film "Out of Rosenheim" mit Marianne Sägebrecht gedreht wurde. Jetzt ist ja Rosenheim nicht Oberstimm, aber verwandtschaftliche Beziehungen bestehen ja auch dahin.

Das Bagdad Cafe liegt in der Nähe von Newberry Springs an der alten Route 66, und der Ort sieht ja erstmal trostlos wie so viele Orte aus. Aber immerhin schon eine Palme.

Bevor wir den Drehort des Films erreichen, erstmal eine kurze Beschreibung des Films. Quelle Wikipedia.

Jasmin Münchgstettner aus Rosenheim steigt nach einem handfesten Streit mit ihrem Mann aus dem Auto und steht allein in der Wüste Kaliforniens. In ihrem Lodenkostüm mit Handtasche und Koffer begibt sie sich nach Bagdad – einem kleinen Ort, der aus dem heruntergekommenen Bagdad Café mit angeschlossenem Motel und Tankstelle besteht. Hier trifft sie auf Brenda, die ihren Mann kurz zuvor in die Wüste geschickt hat. Bagdad Café in Newberry Springs, Kalifornien (2001) Nachdem sie sich hier ein Zimmer gemietet hat, muss Jasmin feststellen, dass sie den Koffer ihres Mannes durch die Wüste gezogen hat. Die im Zimmer verstreuten Reise-Utensilien samt Rasierpinsel und bayerischer Lederhose verstärken Brendas Vorbehalte gegenüber Jasmin. Doch nach und nach bricht das Eis. Besonders durch Brendas Kinder wird aus anfänglichem Misstrauen allmählich Freundschaft. Im Koffer ihres Mannes findet Jasmin einen Karton mit Anleitungen für Zaubertricks, die sie wenig später im Bagdad Café vorführt. Nachdem sich ihre kleine Zaubershow unter den Truckern herumgesprochen hat, ist das Café immer voll und damit gerettet.

Heute sind noch Reste des Drehortes vorhanden. Der Ort Bagdad ist da aber gar nicht, der ist ein gutes Stück weiter und hat mit dem Drehort nix zu tun.

So nähert man sich von Osten, und am rechten Bildrand ist schon das Motel zu erkennen.

Und da ist es , heisst heute auch wieder Bagdad Cafe und vermarktet seine Bekanntheit nach besten Kräften. Der alte Airstreamer Wohnwagen im Hintergrund stammt auch noch aus dem Film.

Näher ran jetzt.

Der Eingangsbereich, voll mit Aufklebern und Visitenkarten.

Innen schauts dann so aus, mit den üblichen Route 66 Devotionalien. Man hat mir erzählt, dass vor einer Stunde Tourbusse mit 150 Leuten da waren, nicht zu fassen.

Hinter dem Gebäude der übliche Müll, aber das ist er nicht, der Airstreamer aus dem Film.

Das ist er. Da wollen wir doch mal reinschauen. Jack Palance ist leider nicht mehr da.

Völlig ausgeräumt, man sieht im Hintergrund das Motel.

Aber jetzt das wichtigste, Mathils Bierspende. Ich habe mir ein Bier geben lassen und ein Foto gemacht.

Oops, da ist was schiefgegangen, also nochmal.

Jetzt. Auch wenns kein Barthelmarktbier war, hat es doch gut geschmeckt, weil eiskalt, und bei dem Alkoholgehalt kann man auch getrost weiterfahren. Es hat übrigens 4.5 Dollar, ca 3.5 Euro gekostet, und wie Moritz bei seinem teuren Guiness in Almaty kann man das dank der Bierspende locker verschmerzen, also nochmal herzlichen Dank. Und wieder auf den Highway.

Tags:

Rainer | USA 2012

23 Durch Colorado

by Rainer 17. August 2012 19:36

Sturgis is over, und der Highway ruft. Zunächst einfach Richtung Süden nach Nebraska, und überall sind noch versprengte Gruppen von Bikern anzutreffen. Zu Sturgis wäre noch zu sagen, dass alles nicht so wild war, weil sich die Menge doch in einem grossen Umkreis ausbreitet, man kann auch immer noch ein Campingplätzchen finden. Aber nun weiter. Hier in einer Geisterstadt, sehr beliebt bei Bikern. Und an der folgenden Tankstelle hatte ich noch Glück, bevor ganze Horden einfielen, und das wars dann aber auch mit den Nachwehen von Sturgis.

Nebraska ist nicht aufregend, lange Meilen mit gar keiner Landschaft. Aber dann gings nach Colorado, und da ist es richtig hoch. Hier sind tatsächlich einmal 4 Hondafahrer zusammengetroffen, eine Seltenheit in Harleyland. Noch ein paar Eindrücke den hohen Pass hinauf.

Und wers nicht glaubt, hier ein Blick auf das Navi, die höchste Stelle war dann über 3.700 m.

Im Grunde bin ich den ganzen Tag in Höhen zwischen 3000 und 3700 m gefahren. Dann auf die Autobahn, auch über 3.000 m hoch. In der Gegenrichtung nach Denver hatte sich an diesem Sonntagabend ein Megastau von 30 km gebildet.

Ein See auf der weiteren Strecke, alles ganz hübsch, nach amerikanischen Maßstäben schon recht dichter Tourismus.

Dann angekommen in einem kleinen Ort namens Leadville, wo ich ein Camp in 3088 m bezog. Ein paar Eindrücke aus diesem Ort sollen nicht fehlen.

Sehr selten in Amerika, ein Kirchturm fast in Ortsmitte. Und auf einem Foto sieht man auch ganz schön, wie sich das Wellblechdach hinter der schönen Fassade versteckt. Der Spaziergang hatte mich durstig gemacht, und ein Bier schien die Lösung. Was lag da näher, als der Anpreisung zu folgen.

Das kleine Heineken kostete 4 Dollar, und ich fühlte mich schon wie in Kazachstan. Also habe ich es bei dem einen Bier belassen, solche Ausgaben sind nicht vorgesehen, wenn ich doch bei der Tankstelle ein 2/3 ltr Kaltgetränk (Bud Light, die nennen das hier auch Bier) für 1.29 Dollar bekommen kann.

Am nächsten Tag nach kühler Nacht dann weiter, und wieder ein aufgelassenes Motel mit stehengelassenen Strassenkreuzern.

Ouray ist ein hübshes kleines Städtchen mit einem Biergarten (?)

Von oben sieht die Stadt dann so aus.

Weiterhin dramatische Landschaften, eher hochalpin. Und schliesslich bin ich zwischen Durango und Cortez auf ein Camp gefahren. Von hier ist es nicht mehr weit bis Arizona. Im Augenblick bin ich wieder mitten im Südwesten, und nach Colorado ist mir zum ersten Mal der Gedanke gekommen, doch etwas früher heimzukehren, mir gehen die Ziele aus. Aber erstmal mache ich noch eine grosse Runde durch den Südwesten, der natürlich das absolute Highlight bleibt, und wenn ich dann in Taos, New Mexiko, bin, werde ich mal meine Heimreise in Angriff nehmen. Bis zum nächsten Mal, es grüsst der Indianer.

Tags:

Rainer | USA 2012

22 Sturgis

by Rainer 6. August 2012 18:20

Nach einer Woche Sturgis bin ich jetzt ein wenig erschöpft und plane meine Abreise in 2 Tagen. Es ist nach kurzem Kälteeinbruch wieder sehr heiss geworden, aber mein Zelt steht im Schatten und mit einem leichten Wind gelingt sogar die mittägliche Siesta. Nichtsdestoweniger wächst die Lust auf einsame Strassen, ich muss also wieder auf die Piste. Alles hier ist laut, schrill, manchmal teuer, aber natürlich ein Erlebnis. Machen wir doch einfach mal einen kleinen Rundgang.

Da bin ich bestens untergekommen.

Und hier die typischen Motorhomes, viele haben Anhänger mit Motorrädern dran. Und so gehts dann schonmal los, auf dem Platz.

Diese Kreuzung am Interstate ist für mich deshalb wichtig, da über sie die Flucht aus Sturgis gelingen muss. Hier ist noch nicht viel los, aber der MacDonalds links ist immer meine erste Anlaufstation für Frühstück und internet. Dann weiter in die Stadt hinein, auf die Lazelle Street, eine der beiden Hauptachsen der Veranstaltung. Zur Einstimmung schon mal ein paar Bikerfotos.

Zu dem letzten Bild wäre noch zu sagen, dass Trikes, also dreirädrige "Motorräder", einen beträchtlichen Anteil am Markt hier haben, also jeder, der die dicke Harley nicht mehr schafft, holt sich gewissermassen ein Stützrad.

Ortseingang Sturgis, doch über 6.000 Einwohner.

Überraschung! Einer fährt dasselbe Bike wie ich. Insgesamt ist hier mindestens 95% Harley. Hier beginnt nun die parallel verlaufende Main Street, und man könnte meinen, dass gewisse Fahrergruppen ein einheitliches Farbschema haben.

Am Rande finden sich immer kleine Ecken, wo irgendwelche Bastler aktiv sind.

Um ein gutes Foto von der Main Street zu bekommen, kann man für 5 Dollar auf den Turm steigen und 5 Minuten lang knipsen. Ich habe mir das Geld gespart und hab ganz normal entlang der Strasse fotografiert.

Das ist sie also, die berühmte Main Street, man sieht es zwar nicht, aber sie ist gut1,5km lang, alles voller geparkter Motorräder.

Der Herr auf dem Foto schaut so freundlich, weil er gerade von jemandem, der neben mir steht, fotografiert wird.

Und aus der Bar kann man sich dann alles anschauen. Noch ein paar Impressionen von der Main Street.

Wie man sieht, kann man auf dem Motorrad auch essen, und viele rauchen, man kann das alles schön sehen, weil keiner einen Helm trägt. Dieser Fahrer muss wohl eine Schwäche für Jägermeister haben, ein wirklich dickes bike. Das hier ist ein 8 Zylinder, mit diesen dicken Dingern fahren hier auch einige rum. Tattoos. Ich hätte nicht gedacht, wieviele Leute sich freiwillig entstellen lassen, eigentlich jeder. Seltsam. Attraktive Damen sieht man hier bei Autowaschanlagen, bei Clubs und ... bei Rechtsanwälten, die hier zahlreich vertreten sind, sehr amerikanisch.

Die meisten Biker hier haben Bärte (Männer), sind dick (Frauen und Männer) und haben Tattoos (dto).

Hier wollte man mich die Treppe rauflocken, alles eher harmlos hier.

Auf dem Weg zur Schicht, aber wo?

Anhänger gibts hier in jeder Form und Machart. Und jetzt noch eine collage von verrückten Modellen, die bei Harley für einen Wettbewerb ausgestellt waren.

Zu letzterem Gefährt passt auch noch das folgende.

Und natürlich fuhr auch der eine oder andere Hund mit. Und dann noch das. Am Strassenrand halten Bikinischönheiten Schilder hoch, auf denen für Ölwechsel und Bikewäsche geworben wird. Manchmal wird auch für irgendwelche Homepages geworben.

So, und das ist eine gute Gelegenheit, mit diesem Post aufzuhören, man könnte natürlich ewig weitermachen, aber das wird dann langweilig. Jedenfalls war es ein grosser Spass, trotzdem mach ich mich bald wieder auf den Weg.

Kleines Suchspiel ganz zum Schluss.Bis dann.

Tags:

Rainer | USA 2012

21 Moritz Bierspende

by Rainer 4. August 2012 23:42

Selbst Moritz hat es für nötig befunden, mir eine Bierspende zukommen zu lassen, dabei trink ich fast gar nichts, wenn man von den Frühschoppen in Sturgis einmal absieht. Die Spende wurde in diesem Fall mit einem konkreten Anliegen verbunden, nämlich unser 1world2go logo in Übergröße an mein Zelt zu heften. Gar nicht so leicht, wie man vielleicht denkt, denn alle "normalen" Läden in Sturgis werden für die bike week ausgeräumt und vermietet, es gab also keinen print shop. Ich habe dann einen in Rapid City ausfindig gemacht, und so konnte ich eine schöne Tour zum Mount Rushmore damit verbinden. Der Weg dahin war sehr schön, die Black Hills, viele kleine Orte, die mit Motorrädern voll waren. Dann der Mount Rushmore.

Dann noch etwas näher dran.

Näher bin ich dann nicht mehr gefahren, weil der offizielle Parkplatz wieder mal fee area war, was heisst, ich soll dafür bezahlen, dass ich mir den Berg anschaue, mach ich nicht. Also wieder zurück und in Richtung Crazy Horse Denkmal,das erst ein ganz bisschen fertig ist. hab einen getroffen, der mir das Abzocksystem erklärt hat. Erstmal Eintritt zahlen, bevor man was sieht. Dann nochmal Eintritt, damit man näher ran darf. Mich erinnert das ganze an den skywalk, an dem ich mit Felix das Abzocksystem der Indianer schon kennenlernen durfte. Holen sich alles zurück, was der weisse Mann ihnen geklaut hat, ich fühle mich allerdings nicht angesprochen. Also kein Crazy Horse. Stattdessen eine Pause in einem der kleinen Städtchen, hier ein paar Eindrücke.

Und hier noch ein paar Blumen.

Dann weiter nach Rapid City, wo mein Navi den Laden auch finden konnte.

Leider konnte ich dann von den 15 Euro Bierspende nur eine kleine Ausgabe des Logos bezahlen, doppelt so groß hätte über 50 Dollar gekostet.

Es war ein Hagelsturm angekündigt, der dann nicht kam, und so habe ich 4 Bier a 2 Dollar getrunken, damit habe ich das Budget fast erschöpft. Hat gut geschmeckt, danke, Moritz.

Tags:

Rainer | USA 2012

20 Der Weg nach Sturgis

by Rainer 2. August 2012 22:58

Hallo, da bin ich wieder. Ich sitze vorzeitig auf dem Campingplatz in Sturgis, und das kam so: Ich war früh dran und dachte, ich könnte nachfragen, ob meine Reservierung und Zahlung auch angekommen war, und das tat ich dann auch, und siehe da, die Unterlagen waren weg. Ich hatte aber die Bestätigung dabei, und so war das wieder aufzufinden. 4 Nächte für je 27 Dollar. man hat mir dann angeboten, wenn ich 12 Tage buche, dann kostet es bloss 70 Dollar insgesamt mehr, und meine Zahlung wird als Anzahlung verrechnet. Damit komme ich viel billiger weg, und je nachdem, wann ich wieder abhaue, zahl ich in jedem Falle weniger als 20 Dollar. Das hat mich überzeugt, und ich kann ja von hier aus auch noch Ausflüge machen. Und so krieg ich jetzt hier die ganze Vorbereitung mit, wandere jeden Tag zweimal in die Stadt und fahr auch ein bisschen rum. Die Stadt hat 5.000 Einwohner und es werden bis zu 500.000 Menschen erwartet. Noch ist der Campingplatz ziemlich leer, und im Biergarten (!) verlieren sich nur wenige Leute. Ich weiss noch gar nicht, wie ich euch Sturgis näherbringen soll, muss mir noch was überlegen. Einstweilen deshalb noch ein kleiner Beitrag von der Fahrt hierher mit dem Höhepunkt Devils Tower.

Auf dem Weg zwischen Buffalo und Gillette einige schöne Streckenabschnitte, und dann habe ich auch ein paar originelle Biker/innen getroffen.

Sehr nette Damen, viele Tattoos. Weiter dann zum Devils Tower, ein Monolith, bekannt aus dem Film "First Encounter of the third kind" von Steven Spielberg. Steht wirklich sehr alleine und eindrucksvoll rum. Vorher gabs aber noch was zu feiern.

Kilometerstand 40.000+ Eigentlich wollte ich bei 40.000 genau anhalten, bei meinem Glück war ich genau in einer Autobahnbaustelle, kein Anhalten möglich. Also hat mich mein Bike, das ich jetzt Bikie nenne, im übertragenen Sinne einmal um die Erde getragen, und das ohne jeden Muckser, das ist doch eine Erwähnung wert.

Da steht er, der Berg, und ich hatte das Glück, ein Camp mit Blick auf ihn zu finden.

Dazu Musik von Mike Oldfield (New Age) und viele viele Dosen Bier. Jetzt versteh ich auch, warum die vielen Esoteriker hierherströmen, hat was magisches. Dann waren da noch Leute, die ein Bettlaken aufgespannt haben und einen Computer und Projektor dabei hatten, und es sollte für uns paar Camper der Film laufen, was mich dazu bewogen hat, den anderen Bier zu spendieren.

Aber es sollte nicht sein, Computer streikte, also kein Film, schade. Also noch ein paar Stimmungsbilder vom Abend.

Wirklich ein schöner Sonnenuntergang.

Am nächsten Tag bin ich dann noch etwas näher hingefahren.

So, das war der kurze Bericht, jetzt muss ich erstmal Sturgis in den Griff kriegen, und dann melde ich mich wieder. Schon jetzt kann ich sagen, dass ich praktisch der einzige ohne Tattoo und Harley und mit Helm bin. Also ich werde mal versuchen, die Sache etwas zu strukturieren, damit jeder auf seine Kosten kommt. Bis dann..

Tags:

Rainer | USA 2012

19 Rund um den Yellowstone Nationalpark

by Rainer 28. July 2012 23:47

Der Yellowstone NP liegt ja ein wenig abseits der bekannten Highlights des Südwestens im Norden von Wyoming und ist sehr groß. In Salmon hätte ich ja die Reifen gewechselt bekommen sollen, das hat aber nicht geklappt, also musste ich eine größere Werkstatt ansteuern, die ich dann südlich in Rexburg auch gefunden habe. Dort wurde es problemlos gemacht, vorne etwas schmaler und hinten etwas fetter. Auf der Fahrt dorthin wurden die Biker langsam mehr.

Schließlich erreichte ich ein Kaff mitten im Nirgendwo, und so verlassen habe ich es noch nirgends erlebt. Wirklich sehr einsam, und heiss natürlich. Und dann gings immer weiter durch einen sehr öden Landstrich, der mir mit zunehmender Fahrt aber immer besser gefiel, so schön grade, und weniger Autos habe ich noch auf keinem Streckenabschnitt gesehen.

Aber wie so oft, dann gehts um eine Ecke, und in der Ferne grüßen die Bergspitzen des Grand Teton Park, der auf der Anfahrt von Süden vor dem Yellowstone liegt.

In dem Touristenort Jackson war nichts vernünftiges zu finden, also habe ich mal ganz gegen meine Gewohnheit ein Camp mitten im Nationalpark angesteuert. Diese Eindrücke waren ganz nett, aber am meisten Eindruck hat doch das Schild auf meinem Tisch gemacht.

Da steht, was man alles nicht ins Zelt nehmen darf, nämlich alles, nicht mal eine Wasserflasche. Also habe ich brav alles im Topcase deponiert, auch die Zahnpasta wie angeraten, und doch noch gut geschlafen, kein Bär zu sehen. Sehr nett waren auch die Hinweise, sich doch bitte so zu verhalten, dass keine Bären in Gefahr geraten. Und was ist mit mir? Seis drum, am nächsten Tag ging es dann erstmal in den Grand Teton NP, und die Bergspitzen eines vorigen Photos sieht man jetzt von der anderen Seite.

Ein paar Eindrücke von der Landschaft dort, schon im Yellowstone.

Schliesslich wandern dann alle zum Old Faithful Geisir, der so alle Stunde ungefähr "ausbricht". Das Village und die Größe der Parkplätze waren erstaunlich für ein Loch in der Erde, aus dem ab und zu heisses Wasser austritt.

Und dann warten auf den nächsten Ausbruch.

Und warten. Da sass ein dicker Mann vor mir.

An dieser Stelle soll jetzt ein Video kommen, ich versuchs mal, wie Moritz mir das erklärt hat.

 

 

Nach dem Ausbruch gab es einen weiteren Ausbruch von Autos von den Parkplätzen, was zu gewissen Stauerscheinungen geführt hat.

Überall im Yellowstone sieht man die vulkanische Aktivität, und das treibt manchmal ganz seltsame Blüten. Hier zum Beispiel einige Heisswasserseen, deren Überläufe sehr farbenprächtig waren. Noch einige Bilder, konnte mich nicht entschliessen, eins nicht zu verwenden.

Alles sehr schön. Auf der weiteren Fahrt habe ich dann zum erstenmal einen Bison zu Gesicht bekommen. Natürlich wieder das falsche Objektiv, wenn man genau hinschaut, kann man was sehen.

Das waren noch mal eindrucksvolle Stellen, dazwischen immer schöne Strassen in eindrucksvollen Landschaften. Zwar war recht viel los, aber wegen der vielen Wildwechsel war ich nicht unfroh, dass ich Autos vor mir hatte. Bei dem Krach, meine ich, kommt eh kein Tier an den Strassenrand, was sich noch als Irrtum herausstellen sollte. Am Abend bin ich dann noch 100 km aus dem Yellowstone herausgefahren, um ein Camp zu finden. Am nächsten Tag dann wieder in der Gegenrichtung wieder zum nördlichen Einlass. Und es zeigte sich wieder einmal: Man kann eine Strasse in beiden Richtungen befahren, es wirkt wie zwei verschiedene Strassen. Vielleicht könnte ich die ganze Reise nochmal umgekehrt machen?

Wieder im Park. In den gelben Autos werden Touristen rumgefahren. Verbranntes Land dann. Wasserfälle gabs auch. So schöne Landschaften. Und dann waren sie da, die Bisons, liefen auf der Strasse rum, und waren relativ entspannt. Als Motorradfahrer sieht man das nicht ganz so gelassen, wenn die Biester nur noch ein paar Meter weg sind. Noch ein paar Schnappschüsse, wo es richtig nah war, hab ich mich nicht mehr getraut, die Kamera zur Hand zu nehmen. Wegen der vielen Bisons hat der Gegenverkehr angefangen, immer stehenzubleiben, was in der Folge zu einem Megastau von ca. 10 km geführt hat, aber nicht in meiner Richtung, zum Glück. Dann noch ein interessantes blubberndes Lehmloch, der Durchmesser betrug ungeführ 10m. Und noch so ein Blubbersee, blubber, blubber. Dann durch schöne Landschaften an einem grossen See vorbei, alles übrigens in ca. 2.500 m Höhe. Ach ja, ehe ich es vergesse, wie ich den Park verliess, sind diese beiden wieder reumütig zurückgekehrt.

So bin ich schliesslich in Cody gelandet, angeblich eine Westernstadt, aber eher langweilig, ne Main Street halt, lebt von der Legende um Buffalo Bill.

Wegen des Gewitters habe ich früh die Koje aufgesucht, aber das Camp war schön, richtige Zeltwiese, kein Hundeauslauf weit und breit, schöner Raum mit Strom für den laptop, usw. Nächste Tankstelle (Bier) leider weit weg, also muss ich heute abend mal in die Stadt saufen gehen.

Auch auf dem Motorrad mit 3 Rädern soll man es sich an nichts fehlen lassen.

Und das ist sie, die Main Street von Cody. Und noch ein paar Blumen.

Damit ist dieser sehr aufregende Teil der Reise vorbei, und endlich habe ich in meinem Zeltnachbarn Jeff mal wieder einen interessanten Gesprächspartner gefunden.

Jeff ist Vietnamkriegsveteran, war auch an anderen Brennpunkten einschliesslich Afghanistan, war 3mal verheiratet und lebt in einem alten Wohnmobil südlich von Denver, Colorado. Er lebt von seiner Militärrente und verbringt viel Zeit damit, auf seiner über 4o Jahre alten Harley Davidson rumzufahren. Daran sind auch seine Ehen gescheitert. Er ist wie ich auf dem Weg nach Sturgis. Mit Bikern, die ihre Motorräder im Trailer nach Sturgis fahren, spricht er nicht. Sein Bike repariert er selber, und er ist ein Fan von alten BMW-Boxern. Sein Motorrad erzählt eine Geschichte für sich.

Und zum Schluss noch der Motor, und man kann sehen, warum er shovelhead (Schaufelkopf) genannt wird, wers nicht versteht, von Helmut erklären lassen.

Je mehr Sturgis näher rückt, um so mehr biker sind unterwegs, und die Spannung steigt. Ab morgen werde ich mich mal vorsichtig annähern, in der Woche vor dem eigentlichen Event soll es ja auch überall schon heiss hergehen. Also gaaanz vorsichtig.

Tags:

Rainer | USA 2012

18 Zurück nach Salmon

by Rainer 23. July 2012 17:22

Es war nun an der Zeit, wieder den Weg nach Salmon, Idaho, einzuschlagen, wo ich ja eine Inspektion mit Reifenwechsel vereinbart hatte. Auf dem Weg nahe der kanadischen Grenze liegen zwei Nationalparks. Aber erstmal noch auf den Highway 20 nördlich von Seattle vorbei, dabei auch ein kleines Stück Fähre. War recht voll, weil das Naherholungsgebiet von Seattle ist.

Im weiteren Verlauf dann einige eindrucksvolle Brücken und Flussmündungen.

Diese Brücke an einem Wasserfall hatte keinen Belag, sondern einen Gitterrost. Wer auf so etwas schon einmal Motorrad gefahren ist, weiss, dass sich das sehr, sehr schwammig anfühlt. Ich war immer froh, drüber zu sein. Noch ein paar Eindrücke vom Cascade Mountains Park, das Wetter wurde dann besser, wie man sieht. Und hier noch eine besonders schöne Stelle, in beiden Richtungen fotographiert. Weil dann wieder Gewitter drohten, bin ich in Winthrop auf einen KOA Campingplatz und habe mir wie so oft das Städtchen angesehen. Nichts besonderes, aber immerhin eine Fussgängerhängebrücke.

Noch ein paar Eindrücke, hier gab es mal die klassischen Holzgehsteige, bekannt aus Western. Im letzten Bild fehlt eine Stütze, statisch nicht erforderlich. Ein Designelement, wie so viele hier, an den Western Style angepasst. Weiter dann habe ich an der Grenze zu Montana einen Campingplatz gefunden, wie ich ihn schätze. Billig, Tankstelle, WiFi, Bar.

Hinten dann ein kleines Grasplätzchen für mich. So eine Gelegenheit hat man hier nicht oft, also bin ich abends in die Bar und habe mich mit den locals unterhalten. Übrigens eine Raucherbar, eine der letzten in Amerika. Die Jugend kann hier nicht viel machen, weil halt alles nur mit dem Auto erreichbar ist. Saufen tun alle, und setzen sich dann ans Steuer, wobei man der Polizei ausweichen muss, die gerne Fallen stellen. Es gibt keine Taxis o.ä., weil eine unheilige Allianz von Stadtverwaltung, Polizei und Rechtsanwälten die Lizensierung so erschwert, dass es keiner macht. Also saufen, schleichwege, und wenn man erwischt wird, von Rechtsanwälten raushauen lassen. Hat mich nicht betroffen, Weg von der Bartheke ins Bett ca. 10m, aber richtig besaufen kann man sich mit dem Fassbier hier nicht.

Hier noch ein Photo von mir vor einem McDonalds.

In Richtung Glacier Nationalpark ging es dann durch schöne Flusstäler, man fragt sich aber schon, wie es der Baum im Fluss bewerkstelligt, stehen zu bleiben.

Die Landschaft wurde dann wirklich sehr dramatisch und schön, ich war recht früh unterwegs, da auf dem Pass Regen und starke Böen bis 90 km/h ab Mittag angekündigt waren. und noch ein Bild Die Wolke, oder der Nebel, der über dem Sattel liegt, war ein sehr belebendes Element in dem Photo. Es ist unglaublich, wieviel in den Staaten verbrannt ist, auch hier im Glacier. Und weiter gings hinauf, und mir wurde langsam klar, dass der pittoreske Nebel auf der Passhöhe lag. Ja, genau, da muss ich durch. Das war dann die letzte Möglichkeit vor der Passhöhe, noch ein Photo zu machen, mit Wasserfall. Anschliessend gings dann im Einrichtungsverkehr meilenweit durch eine Baustelle bergauf,etwas Fahrkunst gefragt, leider konnte man nicht anhalten. Teilweise waren es wirklich dramatische Bilder von Wasserfällen und Erdrutschen. Geht jedes Jahr im Winter wieder kaputt. Und da waren sie auch, die hässlichen Windböen, z.T. heftig.

Oben dann in der Wolke. Im weiteren Verlauf hörte die Wolke dann auf, und es wurde noch eine schöne Fahrt. Hier noch ein paar Bilder.

Später dann wieder verbrannte Gegend.

 

Nach dieser Fahrt war mal wieder eine Kaffeepause angesagt.  Was sagt uns dieses Bild? 1. Es ist noch genug Essensvorrat (Wampe) da 2. Am Jeanshemd fehlt ein Knopf, seit Reisebeginn.

Dann gabs eine Gewitterfahrt mit Wildwechsel, dann irgendwann den Gewittern entronnen. So, das wars erstmal, als nächstes steht der Yellowstone Nationalpark auf dem Programm, und dann die Annäherung an das größte Motorradtreffen der Welt in Sturgis, South Dakota. Bis dann.

Tags:

Rainer | USA 2012

Riders

Two bikers, father (Rainer, 1948) and son (Moritz, 1986) share the passion for motorbiking and travel. While the senior prefers well paved roads, the junior likes to ride the adventurous tracks. Rainer's favorite destination is North America, while Moritz goes preferably for Asia.

Bikes


Done with indoor complaints,
libraries and querulous criticisms,
strong and content
I travel the open road.

 Walt Whitman


I will not be pushed, filed,
stamped, indexed, briefed,
debriefed or numbered.
My life is my own.

 Number 6

Support

->Rainer

-> Moritz

Every donator gets a photo, drinking your donated beer, included in one of the following Blog Posts! Location and Beer is chosen accordingly to the amount donated.