Day 153 - 25000km - The temporary End!

by Moritz 12. September 2012 11:03

Bevor Papierkram/Arbeitssuche/Visaprobleme/Normal Life meine schönen Erinnerungen zunichte macht, noch der fehlende, vorerst letzte Post von meiner Reise.

Munich to Vladivostok, 2012

 

Ich verließ die Mongolei also wieder, Grenzübergang war easy going, 3 Stunden. Als ich mich gegen Nachmittag auf die Suche nach etwas zu essen machte, musste ich feststellen, dass alle Restaurants in dem Ort wo ich war geschlossen hatten. Aber dank ein paar netten Russen konnte ich mich einer Geburtstagsfete anschließen und hatte plötzlich 10 Teller verschiedener Köstlichkeiten vor mir.

russian birthday celebration of a 1 year old, near Ulan-Ude, Russia

Nach einem Pflicht Willkommensvodka und einem von mir signierten 1 Dollar Schein für das Geburtstagskind machte ich mich wieder auf den Weg, die irre Distanz von 4000km bis Vladivostok hinderten mich daran, irgendwo bleiben zu wollen, ohne mind. 500km gefahren zu sein. So bin ich der Einladung auf deren Range zu schlafen leider nicht nachgekommen. Bye Bye

The bike looks much better with a sexy girl on :), near Ulan-Ude, Russia

In Ulan-Ude angekommen habe ich dann mal, ungewöhnlich für mich, etwas Tourist gespielt. Mir musikalische Darbietungen im Zentrum angeschaut und eine Lenin Statue besucht...

Lenin Head, Ulan-Ude, Russia

Bis hier war die Strecke recht schön. Und normalerweise hätte ich jetzt kurz Richtung Westen fahren müssen, denn nur ca. 80km entfernt war der berühmte Lake Baikal, der tiefste See der Welt. 
Aber leider hatte die Reise und speziell die Mongolei die Kette meines Motorrades so beansprucht, dass sie simpel gesagt "hinüber" war. Ich wurde schon in Bishkek gewarnt, dass dies mit meiner Kette passieren würde, also hatte ich dort eine neue gekauft und extra auf die 110 Glieder kürzen lassen die in meinem Maintenancebuch angegeben waren. Leider musste ich dann im Oasis feststellen das die Anzahl der Glieder FALSCH ist. meine Transalp braucht 118 Glieder. Da stand ich nun mit einer zu kurzen Kette. Auch das vordere Ritzel war am Ende, das neue, welches mir von Novosibirsk mitgebracht wurde war auch falsch. Als ich dann keine neuen Teile in Ulanbaataar bekommen konnte, wollte ich das Bike von dort nach Thailand verfliegen lassen. Aber eine günstige Möglichkeit, mit in einen Container von Vladivostok nach Thailand/Malaysia zu kommen, veranlasste mich dann die 4000km mit kaputter Kette zu versuchen. Nachdem ich also jeden Tag nachspannen musste war nach 2000km endgültig Schluss. Ich musste mir etwas neues überlegen. Nach vielen erfolglosen Versuchen (und vielen lustigen Erlebnissen) das Bike per Zug nach Vladivostok zu bekommen traf ich auf Sergei, der mit seinem Sattelschlepper Richtung Vladivostok unterwegs war. 
Sekunden nachdem ich ihn gefragt hatte, ob er mein Bike und Mich mitnehmen kann fingen wir und 3 andere Trucker an das Bike aufzuladen. Done!

New transport

Die folgenden 3 Nächte schlief ich auf dem Beifahrersitz, der Truck hatte leider nur ein Bett.
Sergei und ich konnten uns nur mit ein paar Worten Deutsch aus seiner Jugend verständigen, quasi garnicht.
Dennoch war es ein super Erlebnis, ich hatte mich sehr sicher gefühlt mit Ihm als Fahrer, er trank absolut keinen Alkohol wenn er auf Mission war, auch abends gabs nur Tomatensaft.

Sergei, 42 day car delivery mission in Russia


Seine Strecke ging knappe 10.000km OneWay vom Westen Russlands in den weiten Osten. 21 Tage hin, 21 Tage zurück. Als Motorradfahrer sind Trucker natürliche Feinde, es war interessant, das ganze mal von dieser Perspektive zu sehen. Oft wird im Convoy gefahren, der Truck an der Front gibt Baustellen, fiese Schlaglöcher und Bodenwellen an die folgenden Trucks weiter, die anderen erzählen Witze und streamen auch ab und zu Musik per Radio. So passierte es, dass ich völlig unerwartet ein paar "State of Trance" Sessions mit Armin Van Buuren zu hören bekam. Cool!
An der Tankstelle musste ich mit etwas Neid und viel Grauen auf den Zähler schauen. Neid wegen der 600Liter die in seinen Tank passen, Grauen wegen der 600Euro die dann fällig sind. 32Liter auf 100km ist auch nicht so schön. Dank der großen Reichweite ,die mit diesem Tank möglich war konnten wir jeden Tag mit nur einem Stop für Mittagessen fahren. 500-600km waren somit möglich. Die letzten 2 Stunden aber meist im Dunkeln. Die Landschaften waren seit Ulan-Ude extrem öde und eintönig geworden, dafür waren die Sonnenuntergänge grandios...

Sunset in Siberia, Russia

Eine Nacht standen wir mit dem Sattelschlepper in Kaberovsk, am nächsten Morgen kam im Radio, dass ein Tiger in die Stadt gekommen war. Den hätte ich nur zu gern gesehen.
Nach 3 Nächten, 2000km , ca. 100km vor Vladivostok war es an der Zeit GoodBye zu sagen. Ich wollte mich mit etwas Geld für alles revanchieren aber Sergei nahm es nicht an. Erst als ich ihm erklären konnte, dass er damit ein Geschenk für seine 3 Jahre alte Tochter kaufen soll war es möglich das Geld loszuwerden. 

Goodbye after 2000km on the road, 100km north of Vladivostok, Russia

Die 100km nach Vladivostok hat meine Kette auch tatsächlich noch geschafft. Es war ein Tag bevor die APEC, die größte und wichtigste Konferenz Asiens in Vladivostok stattfand. Alle 50m standen Polizisten, 30.000 wurden extra für diesen Event von anderen Provinzen herbeordert. Weil es nicht genug Unterkünfte gab hat ein Luxusliner am Hafen geankert unde den normalen Fährverkehr unterbrochen. Hotels waren nur noch ab ca. 60Euro/Nacht zu haben. Wie es mein Glück aber so wollte, traf ich auf dem Weg in die Stadt einen AfricaTwin Fahrer, der mich, nachdem er mir einen Motorradwaschgang spendiert hatte, zu seinem Endurolehrer vermittelte. Kostya, Offroadlehrer, Eiskunstlauflehrer, Maler und was er nicht alles konnte, nahm mich freundlich im "Motordom" auf. Der "Motordom" war ein großer Männerspielplatz am Rande Vladivostoks. Hauptsächlich standen hier Offroadbikes, aber auch Jetskies, Schneefahrzeuge, Jeeps, Quads, alles was einen Motor hatte. Ich konnte in seinem Zimmer übernachten und er zeigte mir seine Stadt und seine Mädchen, von denen er durch seinen Job jede Menge hatte. Auch die Offroadbikes durfte ich benutzen, einmal haben wir einen Ausflug durch alte Militäranlagen gemacht, Pfade die ich mit meinem Bike nie gefahren wäre, ein irrer Spaß. Evtl. kann ich dazu noch ein Video hochladen...

Also ich dann mein Bike abgeben musste und der Motordom schwierig zu erreichen wurde, bin ich in ein Hostel nahe des Zentrums gezogen. Vladivostok ist eine interessante Stadt, und die hat sich wegen der APEC von ihrer besten Seite präsentiert. 

Vladivostok, Russia

Das Abstellen des Motorrades im Warenhaus, wo es nun auf einen Container wartet, war es dann, das Ende dieses Abenteuers. Traurig. Zum Glück konnte ich meine Gefühle mit viel Bier und Vodka in einer Bar mit 2 Motorradfahrern, die ich aus Ulanbaataar kannte und hier wieder traf, ertränken.

Mein Flug nach Bangkok hatte einen 8 Stunden Aufenthalt in Hongkong, somit habe ich mir das Städtchen auch mal angeschaut...

very modern Airport link, Hongkong
Hongkong
Cafe, Hongkong
HongKong

War ganz nett. Hätte am Schluss fast noch meinen Flug verpasst, weil ich aufgehalten wurde.

Nice Hongkong girls

Und nun sitze ich hier in meinem brandneuen Appartment in Bangkok, welches ich spitze finde, und muss mich um unspaßige Dinge wie Visa/Geld... kümmern. 

new Appartment, Bangkok

So liebe Leser, das wars vorerst. Ich werde hoffentlich noch einen kleinen Statistikblogeintrag machen und vielleicht nochmal den ganzen Trip zusammenfassen. Mal schauen. Hoffe Ihr seid wieder dabei, wenn die Reise weitergeht! Ab und an werde ich vielleicht auch mal was von meiner Zeit in Südostasien bloggen. 

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Moritz | To Asia

Beer Donation Andreas T. alias Thali

by Moritz 24. August 2012 15:01

Hier, im Oasis, dem Treffpunkt für alle Overlandreisenden der Mongolei, dachte ich könnte ich mal ein paar Stories von anderen Reisenden erzählen.
Um das für die Befragten etwas angenehmer zu machen habe ich jedem ein Bier spendiert. Und selber natürlich auch welche getrunken :)

Gesponsert von Andreas T. alias Thali

Name: Roy
Alter: 25
From: Schaijk, Netherlands
TimeOnTheRoad: 4 Weeks
TotalTripTime: 2.5 month
Job: Mechaniker für Bagger
Route: Netherlands -> Germany -> Poland -> Ukraine -> Russia -> Kazachstan -> Russia -> Mongolia -> Russia -> Estonia -> Latvia -> Lithuania -> Poland -> Germany -> Netherlands
Transport: Toyota Landcruiser (1986)
SpecialEvents: Lichtmaschine am ersten Tag in der Mongolei kaputt gegangen, keine Teile, temporaer gefixt, noch bis UB gekommen. Neue Lichtmaschine per Seabourne.
ReasonForTrip: Adventure

Roy from the Netherlands with his Toyota Landcruiser

 

Name: Heike und Moritz
Alter: 27 und 26
From: Filderstadt und Weingarten
TimeOnTheRoad: 4 Monate
TotalTripTime: 7 Monate
Job: Studium zuende, Wirtschaftsingenieurwesen und Medizin
Route: Deutschland -> Österreich -> Slowenien -> Kroatien -> Bosnien -> Montenegro -> Albanien -> Griechenland -> TÜrkei -> Georgien -> Azerbeijan -> Turkmenistan -> Usbeskistan -> Tadjikistan -> Kyrgyzstan -> Kazachstan -> Russland -> Mongolei -> Kanada -> Amerika -> Home
Transport: 2x BMW 650GS 
SpecialEvents: Heike hatte einen Unfall im Vakan Valley, Vorderrad bei Schotter weggerutscht und Abhang runtergestürzt. 12 Stunden Transport bis zum nächsten Krankenhaus (Achsenbruch des ersten hilfsbereiten Jeeps). 2 gebrochene Rippen und gebrochenes Brustbein. Inzwischen geht es ihr wieder ganz gut.
Bestes Erlebnis: Militay Highway in Georgien
ReasonForTrip: Zeit nutzen bevor das Arbeitsleben losgeht

Heike and Moritz from Germany on their BMW's

 

Name: Matt and Ed
Alter: 32 and 25
From: Bristol, England
TimeOnTheRoad: 7 weeks
TotalTripTime: NoLimit
Job: Teamleader Finance Administration and IT Helpdesk
Route: UK -> France -> Germany -> Poland -> Lithuania -> Lativa -> Russia -> MOngolia -> Russia -> Ukraine Poland -> Home
Transport: KTM 990 Adventure (2008) and Yamaya XT Z 660 Terere (2008)
SpecialEvents: They heard about a bar in russia where they hit you on the head with a baseball bat. They liked the idea, what happened: First they got a soviet style WorldWarII Helmet, then a Glass of Tequila was banged at their helmets and they had to finish the fizzing coctail. After that the barman shouts in russian and hit them with a baseball bat (quite hard they say)

Matt and Ed from UK on a KTM Adventure and a Yamaha Tenere

 

Name: Bettina und Rolf
Alter: 60 und 64
From: Hamburg
TimeOnTheRoad: 4 Monate
TotalTripTime: OpenEnd
Route: Deutschland -> Russland -> China -> Ziel Neuseeland
Transport: MAN Truck 
SpecialEvents: www.sparthmann.de
Motivation: Neugier, CheckingBalances

Bettina (not on the pic) and Rolf from Germany with their choice of transport

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Moritz | To Asia

Day 140 - 21500km - Mongolia

by Moritz 23. August 2012 09:06

...nun war es also soweit, die Mongolei, eines meiner Hauptziele, stand unmittelbar bevor.

Wie ich ja im letzten Post geschrieben hatte, musste ich Yan zurücklassen und dachte schon, dass ich alleine durch die Mongolei fahren müsste, aber siehe da, Chris, welchen ich seit Kazachstan kenne, stand an der Grenze und hatte ein paar Probleme mit seinem Visum (es hat eine Unterschrift gefehlt und somit war es ungültig).
Das konnte aber gelöst werden und so machten wir uns zusammen auf den Weg durch die Mongolei.

Zuerst wollte geprüft werden, ob ich mit dem richtigen Transport unterwegs bin...

Looking for the right transport for Mongolia, near Olgii, Mongolia

...Sitzkomfort und Sicht super, aber als ich keinen Gasgriff gefunden habe und mir gesagt wurde, das Gefährt hätte nur 1PS, bin ich wieder zu meiner Transalp zurück.

Natürlich habe ich mein Pferd auch mal hergeliehen:

Not sure if he liked my horse more than his, near Olgii, Western Mongolia




Als nächstes musste Navigieren in einem Land ohne Strassen und Verkehrsschildern eruiert werden. Nachdem wir rausgefunden haben, dass es keine Rolle spielt, auf welchem Track man sich begibt, solange der Kompass in die richtige Richtung zeigt, war das aber auch kein Problem.

9 line traffic road, Western Mongolia

Die Kollegen hatte ich hier garnicht erwartet:

Camels, Western Mongolia

Überall lagen Überreste von Tieren:

Skulls are lying around everywhere, Western Mongolia

 

Western Mongolia

 

Just smiling, not asking for anything, cute kid, Western Mongolia

 

Camping, Western Mongolia

Wettermäßig haben wir alles mitgenommen was ging, blauer Himmel, Sonnenschein, Wind, Regen, Hagel, Schneestürme, Sandstürme. Wenn es am Abend noch klar und schön war ist es vorgekommen, dass ich gegen Mitternacht mein Zelt mit allem was ich hatte beschweren musste, um es an Ort und Stelle zu halten. So hatten wir am Anfang auch eine recht extreme Passüberquerung, Temperaturen fielen gegen 0 und meine Heizgriff hatten dank Dauerregens auch temporär den Geist aufgegeben...

Snow in Summer on about 3000m, Western Mongolia

 

At the side of the road, just after some suprising tarmac road started, Chris spotted Ernie. Western Mongolia

Nach einem nassen Tag auf der "Strasse" nahmen wir uns ein Hotel in Ulangoom, um unsere Sachen zu trocknen (Schuhe und Handschuhe sind leider nicht wasserdicht). Als ich am nächsten Morgen zu meinem Motorrad ging, musste ich leider feststellen, dass mein schwarzer Ortlieb Sack, in dem sich mein Zelt befindet, gestohlen wurde. Ich lasse den immer am Motorrad, weil der für andere eher uninteressant aussieht und wie gesagt auch nur mein Zelt beinhaltet. 4 Monate ging das gut, heute nicht. Der Zeitpunkt war denkbar ungünstig, es gab keine Möglichkeiten, ein neues Zelt zu kaufen und Mongolei ist nunmal zum Zelten. So einfach wollte ich das auch nicht hinnehmen, ich suchte etwas in der Umgebung, ob der Dieb das Zelt an den Wegesrand geworfen hat, Fehlanzeige. Allerdings hatte das Hotel (zwecks integriertem Nachtclub) 2 Kameras, die auf den Hof, wo mein Motorrad steht, zeigten. 
Nachdem ich an den Schlüssel für den Überwachungsraum gekommen war, überprüfte ich die Bänder, leider war die Kamera, die direkt auf mein Motorrad zeigte kaputt, daher musste ich auf die zum Ausgang gerichtete schauen, ob da jemand meine Tasche mit sich trägt. Nach zwei Stunden, vielen Verdächtigungen (es war wegen des Nachtclubs sehr viel los), kurz bevor ich aufgeben wollte, gegen 2:48Uhr nachts auf den Bändern, spottete ich den Dieb. Er lief am Hotel vorbei, sah die Tasche, kam rein, brauchte 2 Minuten um sie abzubauen und verschwand dann mit ihr.

This guy stole my black ortlieb bag, locals helping to recognize him, Ulangoom, Western Mongolia


Inzwischen hatten sich jede Menge Menschen um mich versammelt, ein hitziges Verdachtspalawer für 20 Minuten, als dann plötzlich jemand meinte, er würde wissen wer das ist. Ein 3 Mann Polizeiteam war auch seit einiger Zeit vor Ort, also sprangen die Polizisten und der Local ins Polizeiauto und fuhren davon. Ich durfte leider nicht mitkommen. Es dauerte keine 20 Minuten dann waren sie zurück, eine Person (der Dieb) und meine Tasche dabei. Er hatte Sie wohl im Geschäft seiner Mutter versteckt. Nach einem kurzem Besuch im Polizeirevier, wo das ganze zu Papier gebracht werden sollte, ich aber ablehnte (war bereits Mittag und wir wollten schon lange unterwegs sein), bin ich mit meiner Tasche samt Inhalt abgedüst. Der Dieb hatte mich gebeten, ein gutes Wort für ihn einzulegen. Da ich in Eile war und mir den Papierkram ersparen wollte hatte ich tatsächlich gesagt, es wäre mir egal was mit ihm passierte, etwa ein Stunde später, wir waren noch in einem Supermarkt im selben Ort, wer kommt da vorbeigelaufen? Der Dieb. Sein Gesicht war etwas zugerichtet, ich vermute mal das war die Strafe. 
Ob es ihm das wert war für ein dummes Zelt? 

Weiter gings, der Tag hatte noch so einiges mit uns vor. Nach etwa 20km Fahrt kamen wir zu einem Fluss, den Chris etwas falsch einschätzte, aber ich spare mir das Schreiben und zeige euch das Video :)

An diesem Tag sind wir wieder im selben Hotel gelandet.
Der Rest der Reise war etwas einfacher für uns, aber trotzdem durchaus abenteuerlich und interessant. 

Jetzt einfach noch ein paar Bilder...

Aus To Asia
Aus To Asia
Aus To Asia
Aus To Asia
Aus To Asia
Aus To Asia
Aus To Asia





Aus To Asia
Aus To Asia
Aus To Asia








Aus To Asia
Aus To Asia

Zur Mongolei bleibt zu sagen, die Landschaften sind super, Abenteuer unvermeidbar, aber die Leute sind bisher die unangenehmsten, viele sind den ganzen Tag betrunken, Kinder machen nur Mist (klauten die Deckel meiner Wasserflaschen, legten Steine in meinen Auspuff), wir haben auch einige sehr nette Leute getroffen, aber die Mehrzahl war deutlich unfreundlicher als was ich gewohnt bin.

Hier noch ein Video:

Jetzt bin ich gerade im Oasis Guesthouse, DEM Treffpunkt für alle Overlandreisenden. Viele Stories, Viel Bier, gutes Essen, und auch mal etwas größere Fahrzeuge:

6 years on the road, a good way to spend your pension, Ulaanbaator, Mongolia

 

Wie es weiter geht ist noch nicht ganz klar, aber es scheint als müsste ich Japan aus Geldgründen auslassen, Fähren sind 3x so teuer als ich eingeplant hatte.

Der nächste Post könnte schon der letzte sein, bevor ich mich für einige Zeit in Südostasien niederlasse. Aber ich werde sicher noch den ein oder anderen Trip in Asien machen, bevor es weiter nach Australien geht.

An dieser Stelle nochmal Danke an alle Spender, die noch keine Story bekommen haben, Jan, Albert, Uli, Helmut, Mathil, Sebastian, Andreas, Arsatius, MännerabendCrew und Onkel Jojo! Es wird mich einige Zeit kosten die 225Euro in Geschichten/Bilder umzuwandeln, aber ihr bekommt alle welche!

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Moritz | To Asia

Day 128 - 19000km - 4 Month on the road

by Moritz 11. August 2012 03:49

Puh, scheinbar habe ich das bloggen etwas vernachlässigt die letzten Wochen. Ich bin 300 km nordwestlich von der Grenze zur Mongolei, habe also inzwischen Kyrgyzstan genossen, Kazachstan durchfahren und Russland fast schon verlassen. Achtung, dies wird vermutlich ein langer Blogeintrag, der gegen Ende hin immer konfuser wird,

...zwischendrin ein kurzer Dank an Familie Schulz für das Brotzeitbrett, welches ich jetzt wieder öfter verwende...

 

Zurück nach Kyrgyzstan Nachdem ich das Unwetter (letztes Foto) unbeschadet überstanden habe (und eine Vodkasession mit 3 Kyrgyzen), bin ich zum zweithöchsten Alpinsee der Welt gefahren, dem Lake Issy-Kyl. Dieser ist ein beliebter Urlaubsort für Russen/Kazachen und auch Kyrgyzen. Ich habe in meinem Leben noch nie solch einen Kulturschock gehabt wie diesmal. Normalerweise wäre es nur eine Art Ballerman gewesen, für mich, nach über 2 Monaten in ersthaft islamischen Ländern (Iran und Pakistan) war es ein ganz komisches Erlebnis, Supermärkte, in denen 4 von 7 Kühlschränken mit verschiedenen Biersorten und Vodka gefüllt waren. Käse, Wurst, Brot. Elektrizität. Nackte Haut, wo man nur hinsieht, die Russen sind ja generell sehr freizügig was das angeht (Ein paar meiner Freunde hoffen jetzt auf ein Foto, ich habe aber leider keines). Ein überfüllter Strand, ein See mit Jetski's, Paraskiern?, Bananen. Knutschende Pärchen, Bar an Bar, Musik... ...all das, was man eigentlich kennt, mir war es so fremd wie selten etwas.

Bevor ich es vergesse, ich hatte ja gesagt ich mache bei allen vollen 10tausend Kilometern ein Foto, damit ihr einen Eindruck bekommen könnt, wie es so aussieht, wenn ich mal nicht die Kamera raushole um etwas "Schönes" zu knipsen.

Hier also die 60.000 km Bilder, kurz nach dem Willkommensgewitter, es hatte gerade nach ca. 100km Schotter perfekter Asphalt angefangen, ich war in Höchststimmung:

Aus To Asia
Aus To Asia
Aus To Asia

 

Ich habe irre wenig Bilder von Kyrgyzstan gemacht, was schade ist, da alles eigentlich recht schön war. Kyrgyzstan's Landschaft besteht nahezu ausschließlich aus Bergen, nicht so hoch wie die im Norden Pakistans, aber trotzdem Launemacher. 2 Bilder entlang des Weges:

Aus To Asia
Aus To Asia
Aus To Asia

 

Weiter gings nach Bishkek, wer sich schonmal gewundert hat, wo all unsere alten Mercedes und Audi's landen, möchte mal Kyrgyzstan besuchen. Wirklich jedes Auto hat noch irgendeine Inschrift von Deutschland, sei es das Autohaus welches sich auf dem Nummernschildhalter verewigt hat, oder die Reklame auf dem LKW. Bishkek hieß für mich Motorradwartung, die über 1000km KKH haben das Bike ordentlich beansprucht.

- Der Spritverbrauch ist von ~6l auf ~8l gestiegen
  -> Problem konnte ich noch nicht lösen, Luftfilter neu, Vergaserreinigen, vergasercheck haben keinen Erfolg gebracht.

- Der Gaszug musste neu eingestellt werden
 -> Erledigt

- Ölwechsel mit neuen Ölfilter
 -> Erledigt

- Mir schien als wäre der Vergaser von dem ganzen schlechten Benzin verschmutzt
 -> Vergaser reinigen lassen, Ameise gefunden, aber sonst sah er gut aus.

- Der Tacho war kaputt
 -> konnte ich selber (temporär) fixen

- Ich brauchte einen neuen Vorderreifen, für später...
 -> Chinesischen 40Euro Gummi gekauft

- Der Motor lief unsauber
 -> Satz des Mechanikers: "Because our fuel is donkeypiss"

Dank an meine Mechaniker, die mich bei allem zuschauen/mithelfen haben lassen, ein professionelles Team:

Aus To Asia
Aus To Asia

In Bishkek hatte ich 2 SÜdamerikaner mit Ihren 2 BMW's getroffen. Eine hatte einen Motorschaden. Sie waren gerade dabei, einen neuen Motor aus Deutschland zu bestellen. Dagegen waren meine Probleme wirklich Pipifax.

An einem Tag bin ich raus aus Bishkek in ein nahegelegenes Erholungsgebiet. Dort habe ich Heike und Oskar getroffen, die mich dann, (wie ich es von Deutschen fast schon gewohnt bin), gut bekocht haben. Sie waren mit ihrem Sprinter gerade aus der Mongolei zurück und konnten mir gute Tips geben. 

Aus To Asia
Aus To Asia

Dann sollte es das auch schon gewesen sein für Kyrgyzstan, weiter ging es nach Kazachstan. An der Grenze habe ich eine Transalp angetroffen, die auch auf dem Weg in die Mongolei war, es aber niemals bis Ulanbaator schaffen wird. So glaube ich zumindest, die Maschine war ca. 20 Jahre alt, wurde von 2 nicht gerade dünnen Italienern gefahren (Ehepaar) und war GUT beladen:

Aus To Asia

Aber ich sollte mal vorsichtig sein was ich sage, Mongolei wird für mich auch kein Zuckerschlecken, vor allem weil ich jetzt vermutlich doch alleine fahre (eine andere lange Geschichte, die hoffentlich noch am Ende dieses Posts Platz findet)

Kazachstan ist ein Land, welches durch seinen Reichtum an Ressourcen einen Standard erlangt hat, der Deutschland in nichts nachsteht. Man denke an meinen letzten Bierpost, wo ich ein 0.5l Guiness für 9 Euro gekauft habe. Somit sind auch die Hotels/Hostels sehr, sehr teuer. Für Almaty habe ich also mal wieder Couchsurfing in Anspruch genommen. Und siehe da, wieder ein gutes, nein vielmehr grandioses Erlebnis. Mein Host war Gaziza, eine 31jährige Kazachin mit Kind, die ihr Geld als Freelancer in der Finanzbranche verdient hat. Sie war zu der Zeit, wo ich in Almaty sein wollte, etwas krank, also wollte Sie mich nicht bei sich zu Hause haben. ABER hat mir eine wunderschöne Dacha (Sommerhaus) in den nahegelegenen Bergen vermittelt. Vermittelt heißt in diesem Fall, wir haben uns an einem einfach zu findenden Hotel getroffen, sind zu dem Haus gefahren/gelaufen, ich habe eine Einweisung und Schlüssel bekommen. WOW. Ein kleines Sommerhaus, "Küche", "Wohnzimmer" und ein Riesen Garten. Einzige Auflage war, dass ich für Pflanzen und Wassermann Sorge trage. Es gab kein fließend Wasser, alle 2 Wochen ist der "Wassermann" gekommen und hat über spezielle uralte Leitungen Wasser ins System gepumpt, welches dann bei mir an einem Schlauch rauskam und in verschiedene Behältnisse gefüllt werden wollte.
Genug der Worte, hier ein Foto und Video:

Aus To Asia
Aus To Asia

what's next, achja, 1000km kazachischer Langweile. Die Straßen in Kazachstan sind "beschissen", die Landschaft öde.

Aus To Asia
Aus To Asia

Zum Glück habe ich ~200km vor der Grenze zu Russland Chris getroffen, ein Motorradfahrer, der schon so ziemlich jedes Land auf diesem Planeten bereist hat. Er ist halb Brite, halb Deutscher. Ein extremerer Fahrer als ich, aber wir hatten ein paar gute Tage zusammen in Barnaul, ich hoffe ich kann ein paar Fotos von ihm klauen, um euch zu zeigen, wovon ich rede. Barnaul war teuer aber super. Hier mal ein Foto von meinem Motorrad, wie es an einem Waschtag aussieht:

Aus To Asia

und der besten Motorradkneipe Sibiriens:

Aus To Asia
Aus To Asia

Zwischendrin ein Foto des Bierlevels, um meinen Schreibstil zu erklären. Inzwischen ist es so dunkel geworden, dass ich nur noch meinen Laptop sehe.

Aus To Asia

 

Ist euch schon langweilig?

Folgende Geschichte fällt wieder eher in die Kategorie "Abenteuer". An meinem letzten Tag in Barnaul ist Yan angekommen, welcher mein Reisegefärte für Mongolia sein sollte. Wir hatten uns zuvor über einschlägige Motorradreiseseiten (Horizons Unlimited) verbunden. Yan hat mir noch ein paar Ersatzteile von einem großen Hondashop in Novosibirsk mitgebracht und musste selbst in Barnaul auch noch ein paar Dinge an seinem Bike machen (750ccm Africa Twin).

Nach ein paar Stunden in einer Garage ging es endlich los. Die erste Nacht campten wir an einem Fluss, sehr nett.

Aus To Asia

Am folgenden Tag wollten wir Altai, die Region in Russland, die als besonders schön gilt, etwas mehr erfahren und haben uns entschlossen, einen kleinen Umweg zu fahren. Dieser Umweg war erstmal 100km Schotter, was Yan's Kolaflasche explodieren ließ. Dies gab eine schöne Sauerei auf seinem Gepäck. Er hielt an, um das ganze etwas zu bereinigen. Da es an dieser Stelle verflucht heiss war, sagte ich ihm, ich würde beim nächsten schattigen Spot auf in warten. Eine Tafel Schokolade verging, dann dachte ich mir "so lang kann das ja auch nicht dauern". Ich war gerade dabei, zu Yan zurückzufahren, als ich ihn schon auf mich zukommen sah. Das bedeutete auf jeden Fall, dass er ein Problem hat, was er nicht alleine lösen kann. So war es dann auch, er hatte bei seinen ganzen Umpackaktionen vergessen die Zündung auszumachen, so wurde seine Batterie schön leergesaugt. Als er das festgestellt hatte, versuchte er die ca. 220kg Maschine anzuschieben, was damit geendet hat, dass er in den Straßengraben abgerutscht ist und das Bike zur Seite fiel. Also erstmal den Koloss wieder senkrecht gestellt und dann gingen die Aktionen los. 
.....jetzt wollte ich gerade anfangen alle Aktionen zu beschreiben, aber es hat uns von 2Uhr nachmittags bis 11Uhr Nachts gebraucht bis wir KEINE Lösung gefunden haben. Also zu viel um euch das im Detail zu beschreiben, es hatte viel damit zu tun, seine Batterie mit anderen zu starten (was zwischenzeitlich seine 30Ohm Hauptsicherung explodieren ließ), ich war im nächsten Ort um eine neue Batterie zu bekommen (40km von Yan entfernt), bekam viel Hilfe vom 4Sterne Commandant der Polizei, welcher höchstpersönlich eine neue (aber für Scooter ausglegte) Batterie mit Electrolyten gefüllt hat

Aus To Asia

... aber Yan hatte noch andere Probleme mit seinem Bike, der linke Gepäckträger war durch den Umfaller gebrochen, die neue Benzinpumpe, die er in Barnaul hatte einbauen lassen, hat zu viel Benzin in seinen Vergaser gepumpt... ...so haben wir es selbst mit fremdgestarteter Batterie nicht weit geschafft. 

Nach einem abenteuerlichen 40km Ritt (wir beide auf meiner Transalp) durch die Dunkelheit und einer zurückgelassenen Africa Twin haben wir es zu einem Hotel geschafft. Dort konnten wir die Lage mit einem Bier nochmal neu überdenken. Wir waren 300km entfernt von einem Ort mit einer Einwohnerzahl über 10.000 (geschätzt). Schlussendlich sind wir heute mit einem Taxi zu seinem Motorrad gefahren, haben meine Batterie eingebaut und er hat es bis nach Ust-Kahn geschafft, wo das MRad einen sicheren Platz vor dem Polizeirevier genießt. Yan ist jetzt per Bus auf der Suche nach einer neuen passenden Batterie. Potenziell wird das einige Zeit dauern, also haben sich unsere Wege wieder getrennt und ich bin nun alleine Richtung Mongolei unterwegs.

Hier mal ein paar Bilder von der faszinierenden Altai Region in Russland:

Aus To Asia
Aus To Asia
Aus To Asia
Aus To Asia

Ich schreibe diesen Post gerade offline und hoffe, ihn noch bevor ich die Mongolei durchquert habe, posten zu können.

Aber Internet zu finden wir immer schwieriger...

Wie das Bier, ist nun auch dieser Post fertig, ich hoffe er war noch "lesbar" und auch für Nicht-Motorradfahrer halbwegs interessant!

Aus To Asia

 

NACHTRAG:

Entering Mongolia...

Aus To Asia

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Moritz | To Asia

Beer Donation by Stefan R.

by Moritz 27. July 2012 13:46

Bevor ich zur eigentlichen Story komme,
eine riesen Dankeschön an alle Spender, aus diesem kleinen Gimmik, mehr sollte es nicht sein, ist eine für mich grandiose Sache geworden. Ich bekomme ab und an, an verschiedenen Orten, die Möglichkeit interessante Dinge zu tun, schlage sie aber immer aus, weil ich zu geizig bin, bzw. immer das Gefühl habe, dass dies in meinem Travelbudget nicht drin ist.
Ich denke da z.B. an einen Tandemsprung im Paragliderparadies Fetye, Türkei.
Oder eine Jeeptour im Karakorum Gebirge. 
Mit euren Spenden (die einen trinkbaren Wert meist übersteigen), kann ich mein Gewissen überwinden und diese Dinge tun, UND dazu auch noch ein Bier trinken :)

Die Story hinter der 10Euro Spende von Stefan ist etwas anders...

Nach ein paar Tagen in Bishkek, Kyrgyzstan bin ich nun weiter nach Almaty, Kazachstan. Andere Reisende hatten mir schon immer erzählt das Almaty nicht ganz billig ist, aber ich dachte mir nicht viel dabei, als ich in ein Pub spazierte, total begeistert einen Guinness Zapfhahn erblickte und auch gleich ein Guinness bestellte. 
Erst dann legte ich meine Motorradklamotten ab und schlug das Menu auf. Der Anblick hat mir schlagartig (bzw. nachdem ich rausgefunden habe wie ich Tenge in Euro umrechne) die Laune verdorben.

9 Euro für das 0.5l Bier, was soeben an meinen Platz gebracht wurde. 

Stinkig habe ich noch 2 Schlücke getrunken, bis mir die Idee kam, dass mir Stefan dieses Bier spendiert haben könnte. 

Hier also dein Bild, Stefan, ein Launeretter!

Beer donation by Stefan R.

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Day 108 - 16000 km - KKH Part Two

by Moritz 21. July 2012 06:54

Wie im letzten Post erwähnt, ging es nun darum, den Attabad Lake zu überqueren. 
Dieser See ist erst knapp 2 Jahre alt und das Ergebnis eines massiven Erdrutsches in 2010.
Der Hunza River, der hierdurch verschüttet wurde hat einen bis zu 100m tiefen See entstehen lassen und mehrere Dörfer komplett unter Wasser getaucht.
Jegliche Versuche diesen natürlichen "Damm" zu beseitigen sind fehlgeschlagen, es wurden lediglich Teilerfolge erzielt, bei denen der Wasserpegel etwas gesenkt werden konnte. Jetzt überlegt man tatsächlich, einen 6km langen Tunnel zu bauen. Verrückt...

Das Teilstück des KKH, das jetzt nicht mehr existiert, war ca. 20km lang, jeglicher Verkehr, der von China nach Pakistan geht (und umgekehrt) wird jetzt über Boote bewerkstelligt. Das logistische Chaos, die Güter großer Trucks auf kleine Boote umzuladen und auf der anderen Seite wieder aufzuladen kann man sich denke ich vorstellen.

Hier also ein Blick auf den Attabad Lake von der südlichen Seite.

Approaching the Attabad Lake (Hunza Lake), 9km North of Karimabad, Northern Pakistan

Zuerst wollte man mein Motorrad diesen winzigen extrem steilen Abhang hinunterschieben. Da es aber eine viel einfachere Alternative gab (die wegen Erdrutschgefahr und laufenden Bauarbeiten gesperrt war),  konnte ich mit ein wenig Überzeugungskunst die Erlaubnis von Armee und Polizei bekommen.

This is the path they wanted to bring the bike down, Attabad Lake, northern Pakistan

Und hier mal wieder ein Video,
dank Zoheb, einem Pakistani mit MacBookPro konnte ich diesmal etwas an dem Video herumschneiden:

Hier nochmal ein Blick auf die Stelle, wo das Bike ursprünglich aufgeladen werden sollte. Kommt auf dem Foto nicht so gut raus, aber das war wirklich haaresträubend.

Leaving the passanger landing dock, Attabad Lake, Northern Pakistan
Here we go
The Passu Cathedral, that's how some call these spectacular mountains, Attabad Lake, Northern Pakistan


Wenn man sich folgendes Foto anschaut, sieht man, dass es manche Leute noch etwas schwerer, oder zumindest abenteuerlicher haben als ich. Ganz speziell aufgrund der Tatsache, dass bereits 10 Autos auf dem Bodes des Sees schlummern.

...even cars are transported over the lake, 10 of them didn't make it... 
perfect roads and the Passu Cathedral on the other side of the lake

2 Nächte habe ich dann im Glacier Breece Restaurant in Passu, auf der anderen Seite des Sees verbracht. Eine sehr entspannte Zeit.

view from Glacier Breece Restaurant, Passu, Northern Pakistan

Und dann war es auch schon so weit, am 17.07 war mein Termin für China und ich machte mich nach fast 2 Monaten in Pakistan auf Richtung China.
Ich könnte jetzt einen langen Abschlussbericht über Pakistan schreiben, aber ich hoffe mit meinen vorigen Posts schon genug Eindrücke geliefert zu haben. Die Menschen in ganz Pakistan waren unmenschlich nett, er war möglich ernsthafte Konversationen zu führen, da Englisch eine offizielle Landessprache ist. Landschaften im Norden sind atemberaubend, der Süden war für mich eine schwierige und aber doch (rückblickend) interessante Zeit. Es war durchweg traurig mitzuerleben, wie eine Regierung ein Land mit so vielen Resourcen und potentiellem Tourismus so herunterwirtschaften kann. Korruption als gängige Praxis mit einem Präsidenten, der zu den reichsten Politikern der Welt zählt...  ...Aber Pakistan war eine einzigartige Erfahrung und ich würde jederzeit wiederkommen.

on my way to the 4700m high Kunjerab Pass, the border between Pakistan and China

Ich behaupte mal, dass die Grenze genau da ist, wo der Asphalt anfängt, ein sehr lustiger Anblick für mich. Interessant war auch das in China ja wieder auf der rechten Fahrbahnseite gefahren wird, es war aber nicht ganz klar ab welchem Zeitpunkt, also musste man für ein paar Kilometer immer genau schauen wo einem jemand entgegenkommt :)
Mein Motorrad hat schon bei 3000m Höhe angefangen an Leistung zu verlieren, bei den 4700m dachte ich, dass ich jeden Moment zu schieben anfangen muss. Da wünscht man sich dann doch etwas modernere Technik, Einspritzung... 

entering China! 4700m altitude at Kunjerab Pass, Pakistan/China

Der Grenzübertritt war mühsam, zuerst musste ich auf 4700m Höhe komplette Bodychecks und die detaillierteste Inspektion bisher über mich ergehen lassen. Das Motorrad/Gepäck wurde wirklich bis aufs kleinste durchsucht, sogar mein geheimes Dollar Versteck wurde gefunden. 4 Soldaten waren knapp 15 Minuten beschäftigt, mich nach jedem Pulver... zu fragen. Wie ich nachher erfahren habe, wurden vor ein paar Wochen erfolgreich 250kg Heroin über diese Grenze geschmuggelt und dann gab es wohl massiven Ärger, daher sind die alle etwas nervös da oben. Insgesamt musste ich ca. 3 Stunden auf dieser Höhe verbringen, die Luft war merkbar dünn, habe schon nach kurzer Zeit Kopfweh bekommen und atmen war beängstigend. Für ältere Menschen gibt es hier sogar Sauerstoffkissen. 
Nach dem Checkpoint, ca. 100km weiter war dann erst die wirkliche Grenze, wo Dokumente für Bike und mich nötig waren und ich auch meinen Guide Adil getroffen habe.

arriving at the immigration for China, Tashuryan

Weil die Customs Abteilung bereits zuhause war musste mein geliebtes Motorrad eine Nacht im Zollgelände verbringen. Am nächsten Tag konnte ich das Bike dann aber relativ problemlos zurückbekommen. Ich musste nur 30 Minuten darauf warten, dass jemand eine Kamera gebracht hat, um Fotos von dem Motorrad zu machen... ...so dachte ich zumindest. Es stellte sich heraus, dass die Kamera nur für ein Gruppenfoto mit mir herhalten sollte :)

Die Strecke nach Kashgar, wo der KKH sein Ende findet, war wieder mal spektakulär. Und dazu auf perfektem Asphalt! Wenn ich schon einen Babysitter für China brauchte, dachte ich mir, kann er auch etwas für mich arbeiten, also ein paar Fotos schießen. Leider hat er das mit dem Winkel nie wirklich hinbekommen, daher sind die meisten Müll, aber ein paar kann ich doch zeigen:


just a picture of me while riding
i'm used to such views now, but the perfect tarmac made it even better, road to Kashgar, China 
sand mountains along the way to Kashgar, China
along the KKH to Kashgar, China
along the KKH to Kashgar, China

Leider habe ich von Kashgar keine Fotos gemacht, war so damit beschäftigt, Bier zu trinken, gutes Essen zu suchen und mein 4Sterne Hotel zu genießen. Aber damit man sieht, dass es sich hier um China handelt, ein Photo aus einem Streetstall auf dem Weg nach Kashgar:

street stall near Kashgar, China

 

Und schon war ich in Kyrgyzstan, aber dazu mehr in einem anderen Post.
Zum Abschluss noch ein Foto von meinen ersten Kilometern in diesem schönen Land. 

what a welcome, Kyrgyzstan

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Moritz | To Asia

Beer Donation by Steffen

by Moritz 20. July 2012 05:43

Wie vermutlich niemand mitbekommen hat, habe ich ein neues Feature in unseren Blog eingebaut. Wenn man etwas nach unten scrollt findet man auf der rechte Seite eine Möglichkeit, Rainer oder mir ein Bier zu spendieren. Im Grunde handelt es sich nur um einen Geldtransfer via PayPal, der dort auf einfachem Weg gemacht werden kann. 

Der Clou ist, dass das gespendete Geld für Bier ausgegeben wird, sollte die Spende einen trinkbaren Wert übersteigen, versuchen wir die Location, wo das Bier getrunken wird, etwas exklusiver ausfallen zu lassen.
Es können auch gerne Wünsche geäußert werden, wie z.B. "Trinke ein Bier auf einem Elefanten" 
Als Gegenleistung für jede Spende gibt es ein Foto auf dem das Bier/die Biere konsumiert werden.

Anfang Juli gab es die erste Spende von Steffen über 20Euro.

Zu dieser Zeit habe ich mich noch im islamischen Pakistan aufgehalten, wo es zuerst etwas schwer war, an Bier zu kommen. Als ich dann meinen Geburtstag auf dem Helikopter Landeplatz des Prinzen von Hunza gefeiert habe, dachte ich es wäre der richtige Zeitpunkt, um die 20Euro in Bier umzuwandeln. In Hunza, im nördlichen Pakistan wird das mit dem Islam nicht so ganz genau genommen und es gibt einen Shop, in dem es chinesisches Bier zu kaufen gibt. Etwa 3Euro pro Dose. Mit einigen Bieren und ein paar trinkfreudigen Pakistanis habe ich dann unter sagenhaftem Sternenhimmel gefeiert. 

fantastic sky from the helipad of the prince of hunza, northern Pakistan

Nur leider habe ich bei meinen Versuchen, ein gutes Bild vom Sternenhimmel zu machen, vollkommen übersehen, dass die lange Belichtungszeit meinen Kameraakku leergesaugt hat und als ich dann das Foto für Steffen knipsen wollte, wurde mir der Blitz wegen zu geringer Akkuleistung verweigert. 

Dumm gelaufen, ich musste mir also eine neue Story überlegen.

2 Tage später habe ich mich dann mit Bier im Gepäck zum Basecamp eines der 7tausender aufgemacht. Der Track nach oben war nicht immer der ungefährlichste, aber dafür immer wieder spektakulär. 

it's possible to walk on these waterchannels you see on both sides
climbing up to Ultar Sar (7388m) basecamp, Hunza, Northern Pakistan
reached the basecamp @3152m

 

Oben angekommen, wurde das Bier dann durch eiskaltes Gletscherwasser gekühlt

cooling Steffen's beer with ice cold glacier water

...Hier also deine Bilder Steffen...








 

Beim Abstieg habe ich mich dann etwas verlaufen und bin an diesem grandiosen Pfad herausgekommen, der zum etwa 700 Jahre alten Baltit Fort geführt hat:

track leading to the Baltit Fort
Baltit Fort, Hunza, Northern Pakistan

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Moritz | To Asia

Day 95 - 14900 km - KKH Part One

by Moritz 9. July 2012 10:23

Nun ist es also so weit, ich bin näher an den 30 dran als an den 20. 
Geburtstage sind für mich nichts bedeutsames, aber der eine oder andere Gedanke schwebt mir doch im Kopf herum (trotz chinesischem Bier, das ich gestern verwendet habe, um mit 2 Belgiern reinzufeiern). Ich bin froh diese Reise wirklich angetreten zu haben, immer mehr fühle ich mich wie einer von denen, die ich jahrelang so bewundert habe. Leute, die ich in Laos und auf meinen anderen Reisen getroffen habe, Leute, die oft lange Zeit unterwegs waren, meist mit wenig Geld, aber dennoch große Freiheit genossen haben.

Durch den Umstand, dass mein Papa derzeit in UTC-7 und ich in UTC+5 unterwegs sind, war es möglich, sich gegenseitig über Skype Videochat zum Geburtstag zu gratulieren. Bei ihm war es noch der 08.07. abends (sein Geburtstag), bei mir der 09.07. morgens. Das hat man auch nicht alle Tage. 

Nun aber zu dem interessanteren Teil, ich war die letzten Tage fleißig, habe täglich fast 150km zurückgelegt.
"150km fleißig?" denkt ihr euch jetzt... Ja, die Straßen hier sind etwas anspruchsvoller als bisher.
Der KKH schlängelt sich für einen Teil entlang des mächtigen Indus, durch die Gebirge Pamir, Karakorum, Himalaya und Hindukusch. Fertiggestellt wurde der Highway 1978, ~800 Pakistani und ~80 Chinesen haben dafür ihr Leben gelassen. Seitdem wurde die wunderbar geteerte Straße durch schwere Trucks, Landslides, Regen, Fluten und Erdbeben Jahr für Jahr zu einem immer erbärmlicheren "Track". Die Chinesen arbeiten hart daran, die pakistanische Seite wieder zu einem Highway zu machen, die Natur zerstört aber meist schneller als die Chinesen bauen können. 

Wundert euch nicht, dass auf meinen Fotos immer gute Strasse zu sehen ist, es macht einfach keinen Spaß auf staubigem Schotter anzuhalten. 

Along the Karakorum Highway, Northern Pakistan

 

Nice clean blue glacier water flowing into the mighty Indus river, KKH Pakistan

 

 

 

Pakistani truck rolling on the KKH, Northern Pakistan

 

KKH along the Indus river, Northern Pakistan

Ein ca. 100km langer Abschnitt des KKH gilt als gefährlich, da dort oft Überfälle verübt werden. Also haben mich für ein paar KM (bis ich ihnen davongefahren bin) ein paar alte Freunde begleitet:

friendly Pakistani Escorts, Kohistan, Pakistan


Leider habe ich mit meinem Laptop nicht die Möglichkeit, Videos zu schneiden, daher ist immer alles drauf vom klick auf den "Record" Knopf bis zum Ende.

 

Landslides happen on a daily basis, KKH, Northern Pakistan

 

Nice green valley, KKH, Northern Pakistan

 

Beautiful impressive mountains, KKH, Northern Pakistan

 

Rakaposhi Zero Point, KKH, Northern Pakistan

 

Schoolclass near Hunza Valley, Northern Pakistan

 

Phenomenal view of the Hunza Valley

 

Praying Mantis

 

Hunza Valley, Northern Pakistan

 

View from my room at Eagle Nest Hotel, Hunza, Northern Pakistan

Nach einem Tag in Hunza mit spektakulären Aussichten wollte ich am darauffolgenden Tag mit dem Islamabad VW Club nach Shandur zu einem international bekannten Polo Match fahren. Es findet auf dem höchsten Polo Spielfeld der Welt statt, auf über 3000 Metern. Um mein Bike nicht weiter zu belasten (es muss unbedingt bis Kyrgyzstan halten), hatte ich beschlossen, es zu parken und mit dem Club mitzufahren.
Die Strecke wäre etwa 8 Stunden OneWay gewesen, vermutlich hauptsächlich Offroad. Es lief leider nicht ganz wie geplant. Nach ein paar Stunden Fahrt erreichte uns die Meldung, dass es einen Landslide auf dem Weg nach Shandur gegeben habe. Landslides sind keine Besonderheit hier, nur ist nie sofort klar wie lange es dauern würde, bis die Armee diesen geräumt hat. Wir fuhren noch weiter bis Gilgit, wo wir dann die Info bekamen, dass ein Gletschersee sich auf der Strasse entleert hat, es würde laut Armee eine Woche dauern, bis die Straße wieder passierbar ist. Der einzige alternative Weg zum abgelegenen Shandur Pass wäre ca. 4 Tage Umweg, somit war dieser Plan leider gestorben und ich habe mich mit öffentlichem Transport auf den Rückweg zu meinem Motorrad gemacht. Der VW Club ist weiter Richtung Süden gefahren.
Trotz des Ausfalls von Shandur hatte ich einen super Tag, in einem 52 Jahre alten VW Beetle den KKH zu fahren ist legendär. Und eine Fahrt mit öffentlichen Bussen, zusammengepfercht auf engstem Raum, mit sehr eingeschränkter Sicht auf die faszinierende Landschaft und keiner Möglichkeit anzuhalten haben mir wieder vor Augen geführt, wieso ich Reisen mit eigenem Transport so liebe und eigentlich nichts anderes mehr machen will.

One of the four beetles driving from Hunza to Gilgit, Northern Pakistan

 

from my seat in a 52 years old beetle

Ich werde mich jetzt wieder chinesischem Bier widmen,
im nächsten Post geht es dann vermutlich um die Überquerung des Attobad Lake.
Voraussichtlich ziemlich abenteuerlich. 

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Moritz | To Asia

Day 86 - 14120km - Lazy Days

by Moritz 1. July 2012 06:45

15 Tage sind vergangen seit meinem letzten Post, und der KM Stand hat sich nur um 200 erhöht.
Ich war faul!

Nachdem ich also entschieden hatte, Indien und Nepal auszulassen (Weil ein 2tes Pakistan Visum zu riskant geworden wäre), bin ich auf Visa Mission in Islamabad gestartet.
Es galt China, Kyrgyzstan und Kazachstan zu bekommen, Mongolei hat hier leider keine Botschaft.

Kyrgyzstan war einfach, ein persönliches Meeting mit dem Botschafter, der es sich nicht nehmen liess ein paar Geschichten aus seinem Land zu erzählen und mir dann das Visum in meinen Passport klebte.

Kazachstan dauerte etwas länger, war aber auch unproblematisch, an der Botschaft stellte man mir noch die Frage, wie ich in deren Land zurechtkommen will, dort wird ausschließlich Kazach und Russisch gesprochen.
Keine Ahnung, ich werds sehen :)

China war dann eine etwas längere Geschichte, Arbeitsnachweise, Hotelbuchungen, Routenplanung und und und. Beim ersten Versuch wurde es dann falsch ausgestellt, aber beim 2ten bekam ich mein 7 Tage gültiges Transit Visum. Zu China muss ich auch noch erwähnen, dass das Visa nur ein winziger Teil des bürokratischen Wahnsinns ist, um mit dem Motorrad durch China zu fahren. Insgesamt werde ich nur 3 Tage in China sein, diese 3 Tage kosten mich ca. 1700$. Kein Witz. Wieso mach ich das? Es gibt keine Alternativen Richtung Norden zu kommen. Das Geld war lange in meinem Reisebudget eingeplant, daher ist das okay (trotzdem krank). Abgesehen von dem Mangel an Alternativen habe ich aber auch die Chance, den kompletten KKH zu fahren, was ein einzigartiges, abenteuerliches Erlebnis sein muss.

Irgendwann zu dieser Zeit ist mir auch klar geworden, dass ich den Wechsel meines Hinterreifens nicht mehr aufschieben kann. Die nächsten 500km sind größtenteils ohne Asphalt und mein Profil war zwischen 0 und 5 Millimetern. Ich hatte seit Türkei schon Ausschau nach einem neuen Reifen gehalten, aber es sollte irgendwie immer nicht sein. 

Um die Story kurz zu fassen, es war mir nicht möglich, einen passenden Reifen in Pakistan zu finden, nicht mal in den umliegenden Ländern konnte ich welche lokalisieren. Problem ist, dass es nahezu keine Motorräder über 200cc in diesen Ländern gibt und somit auch keinerlei Ersatzteile.
Also mussten neue Pläne her:

Versuch 1: Besuch der Deutschen Botschaft 
Ich kam an, wurde freundlich begrüßt und mir wurde auch gleich Hilfe angeboten.
Jede Woche bekommt die Botschaft eine Lieferung aus Deutschland, auf der meine Reifen mit Platz finden sollten. Überaus froh und mit 2 eiskalten Bieren verließ ich die Botschaft. Es war Montag, die Reifen mussten bis Freitag früh in Berlin sein und würden dann die Woche drauf am Donnerstag ankommen. Machbar.
Als Deutschland gegen Griechenland gespielt hat, wurde ich von der deutschen Expat Community zum Fußball schauen eingeladen. Ein super Abend mit viel gutem Bier (das lassen sich die Deutschen hier nicht nehmen!) und netten Leuten.
Als mir dann angeboten wurde eine Woche bei dem Gastgeber zu wohnen... 




...könnt Ihr euch die Antwort sicher denken...

Leider wurde mir an diesem Abend auch mitgeteilt, dass die Lieferung der Reifen vermutlich nicht funktionieren würde, da alles über 5kg andere, längere Wege geht. 
Die Woche im Luxus war super, morgens Schokopops, abends Bierchen und sehr interessante Geschichten meines Gastgebers. An einem Sonntag wurde ich zum Brunch mitgenommen, faszinierend was da alles aufgetischt wurde, von Wienern bis hin zu Kassler, alles da. Wo ICH es noch nicht mal geschafft hatte, einen normalen Supermarkt in Islamabad zu finden. Oft wurde ich nach meiner Reise gefragt. Als ich an dem Punkt war, wo ich durch Baluchistan gefahren bin, wurden alle immer etwas "nervös". Klar, ich war mit all denen zusammen, die die Entführungsfälle nicht nur mitbekommen, sondern sich auch noch darum kümmern müssen. Baluchistan ist aus Sicht der Expats extrem gefährlich und sie waren nicht "amused" dass ich dort durchgefahren bin, aber doch froh, dass ich es, ohne ein Fall für die Botschaft zu werden, geschafft habe. Bei der ganzen Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, die mir die Deutschen entgegengebracht haben, muss ich meine Liste der freundlichsten Länder wohl nochmal neu ordnen...

Versuch 2: ADAC Deutschland
Jemand gab mir den Tip ich könnte es mal über den ADAC versuchen.
Beim ersten Anruf sagte man mir, es gäbe zwar einen Ersatzteillieferservice, der beschränke sich allerdings auf den europäischen Raum, trotzdem gab man mir mal die Durchwahl zu diesem. Ein sehr freundliches Telefonat später waren Hinterreifen und Schlauch vom ADAC bestellt mit einem voraussichtlichen Lieferdatum nach 3 Tagen angekündigt. WOW! Klappte auch alles ganz gut, bis ich dann zum Cargobereich gefahren bin, um meinen Reifen abzuholen. Fazit: 7 Stunden, ca. 30 Unterschriften später und 120Euro ärmer, bekam ich endlich meine Lieferung aus dem Zoll. Das Geld war für den Agenten, der all die Unterschriften mit mir gesammelt hat (30Euro) und der Rest für ImportTax..., ein temporärer Import wurde mir nicht gestattet, obwohl ich mich zwischendrin bis zur oberen Etage durchbeschwert hatte.


Versuch 3:
Gepäckstück eines Diplomaten
Die Idee war gut, einen Reifen zu jemandem in Deutschland schicken, der die nächsten Tage nach Islamabad fliegen würde. Es leben ca. 200 Deutsche in Islamabad, da waren die Chancen gut. So wurde auch schnell jemand ausfindig gemacht, der an diesem Donnerstag hier ankommen sollte. Die Aktion lief parallel zur ADAC Aktion, weil ich auf Nummer sicher gehen wollte, dass ich zumindest einen Reifen bekomme. Leider wurde der Flug verschoben und so muss ich noch bis morgen warten, bin aber guter Dinge, dass diese Aktion auch funktioniert.

 

Jede Menge Text, was im Detail lief ist noch deutlich mehr, aber uninteressant. Alles in Allem ist mir das eine Lehre gewesen, meine Ersatzteile besser einzuplanen. Für die Reifen/Schlauch Aktionen habe ich etwa 300Euro versenkt, ohne Materialwert der Reifen! 
Dann musste ich noch ein paar weitere Dinge an meinem Motorrad erledigen, neue Zündkerzen verbauen und Luftfilter reinigen.  Natürlich gab es meine Zündkerzen nicht, daher musste ich ähnliche verbauen, hoffentlich geht das gut! 

At a repair shop in Islamabad, Pakistan
Whats wrong on this picture?

Wer findet den Fehler?

Zum Ende noch ein Bild von Islamabad:

Aus To Asia

Morgen früh sollte es also endlich weitergehen, ich bin gespannt, kann es kaum erwarten, aus den unangenehmen 40Grad Durchschnittstemperatur herauszukommen.  

Der nächste Post ist dann wirklich dem legendären KKH gewidmet.

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Moritz | To Asia

Day 71 - 13900 km - Peaceful days in Pakistan

by Moritz 15. June 2012 18:38

 

Wie versprochen, gibt es diesmal etwas mehr Bilder, weniger Text.

Nach ein paar heissen Tagen in Lahore bin ich weiter in die Hauptstadt Pakistans gefahren, Islamabad.
Die 42°, die es hier tagsueber hat, waren schon etwas ertraeglicher als die 48° in Lahore. 
Aber schon nach einer Nacht gings endlich los Richtung Karakorum Highway.
Der Karakorum Highway (kurz: KKH) ist die hoechstgelegene Fernstrasse der Welt, er fuehrt an mehreren Achttausendern vorbei und ist eine wichtige Handelsroute zwischen China und Pakistan.

In der Travelercommunity ist er fuer seine einzigartigen Landschaften bekannt, und allzuoft hoert man auch "Die schoenste Landschaft, die ich je gesehen habe" von anderen Reisenden.

Eigentlich stand der KKH erst nach Indien/Nepal auf meiner Liste, aber ich hatte die letzten Tage/Wochen oft meine komplette Route uebern den Haufen geworfen... ...mehr dazu spaeter, jetzt erstmal ein paar Bilder:

Eins noch vorweg, von den knapp 2000KM die ich in der KKH Region fahren wollte, hab ich bereits nach 200km kapituliert, daher sind die folgenden Bilder nur eine Vorschau auf das was in ein paar Wochen kommt:

...los gings auf perfektem Asphalt und Kurven Kurven Kurven...

KKH, Pakistan

...vorbei an Adlern...

Aus To Asia

...Affen, vielen vielen Affen!...

Aus To Asia

...Massentransportmitteln...

Aus To Asia

...und Abbottabad. Na, klingelts da bei irgendwem? Vermutlich nicht, Abbottabad ist die Stadt, in der der US Staatsfeind Nr.1, Osama Bin Laden sein Versteck hatte. Und wie der Zufall so will, der einzige Waypoint, den mein Kartenmaterial in dieser Stadt anzubieten hatte, hiess "Osama Bin Ladens Hideout Compound". Ich konnte nicht wiederstehen dort mal vorbeizuschauen, muss aber gestehen, dass ich das Haus nicht gefunden habe, die Strassen wurden zu schlammigen Wegen, mit vielen DeadEnds, wie ein Labyrinth. Und die Leute hatten mich auch etwas fragwuerdig angeschaut (das tun sie immer, aber angesichts der Gegend empfand ich das als eher bedrohlich). 

...weiter nach Manshera, wo ich ein spezielles Oel gefunden habe, welches mein Motorrad gerne hat.
Meine Kupplung wird durch das selbe Oel geschmiert wie der Motor, deshalb ist das etwas spezieller.
Und wie mir vom Pakistani Bikersclub erklaert wurde, sollte man bei diesen Temperaturen alle 5000km einen Oelwechsel machen. Hat also gut gepasst, nur wechsel ich nie den Oelfilter, weil es hier keine passenden gibt, bzw. nur grottigste Qualitaet. Hoffentlich macht sich das nicht negativ bemerkbar...

Oilchange in Manshera, Pakistan

...weg von der Hauptstadt bekam ich wieder die gewohnte Aufmerksamkeit...

Aus To Asia

...netter Platz um einen Tee zu geniessen und meine Schuhe zu waschen :)...

Aus To Asia

...so sah das jedes Mal aus, wenn ich irgendwo angehalten habe, das Leben eines Promis...

Aus To Asia

Verschiedenste Hindernisse gilt es zu umfahren/bewaeltigen
...Tiere... 

Aus To Asia

...Fluesse/Seen/Schmelzwasserstroeme...

Aus To Asia

 

Aus To Asia

Im Winter werden hier einige Ortschaften komplett evakuiert, ich hab so eine Ahnung wieso...

Aus To Asia

...Erdrutsche...

Aus To Asia

Ueberall wird Honig "gesammelt"

Aus To Asia

Dieser nette Herr nahm sogar seinen Imkerhut fuer das Foto ab...

Aus To Asia

Ich schreibe ja oft von der Freundlichkeit der Leute hier, aber diesmal hat es etwas extreme Formen angenommen.
Dinge die mir Leute geschenkt/spendiert haben:
- Simkarte
- 3Liter Benzin (gab einen Benzinstreik, war irre schwer an Benzin zu kommen) 
- jedes Essen! Teilweise hat mich eine Person eingeladen, und eine dritte gezahlt. Mit der Begruendung "Ein Freund meines Freundes ist auch mein Freund"
- Tee

Als ich mal am Strassenrand im Nirgendwo gehalten habe um meine Thermounterwaesche auszuziehen (es hatte teilweise um die 0 Grad) stoppte eine Gruppe Jugendlicher, die mir dann etwas Geld in die Hand gedrueckt haben, weil es dort keine Moeglichkeit gab, mich auf irgendetwas einzuladen. Ich habe natuerlich versucht abzulehnen, vergeblich...

 

Hier mal ein kleines Video ontheroad, welches mir nicht gut gelungen ist da es zu weit nach unten zeigt, aber...:

 

So und nun sollte eigentlich ein Foto zu sehen sein wie mein Motorrad (wieder mal) flach am Boden liegt.
Aber ich habs noch nicht raus, nach einem Sturz zuerst ein Foto zu machen.
Auf jeden Fall habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass ich mit meinem vollbeladenen Motorrad nicht auf Schnee fahren sollte. Unbegreiflicherweise habe ich es diesmal geschafft, beide Spiegel zu zerstoeren. Beim linken ist das Metall gebrochen und beim rechten das Glas. 
Zurueck an dem Ort, an dem ich an diesem Tag gestartet war, traf ich den ersten Touristen seit langem.
Ein Englaender, der hier einen pakistanischen Freund besucht hat, Sie wollten gerade mit einem Jeep zum LaLusar See aufbrechen, welcher auch mein Ziel gewesen waere. Also sprang ich kurzerhand mit auf, die folgenden Fotos sind also mal ohne Motorrad im Vordergrund :)

Delicious food along the road from Naran to Lalusar Lake, Pakistan
Lalusar Lake
Lalusar Lake, Pakistan

Auf dem Rueckweg waren wir noch erfolglos Angeln, der Spot war aber genial... 

Aus To Asia

 

Nun bin ich schon seit ein paar Tagen zurueck in Islamabad, um ein paar Dinge zu erledigen, Visas/Maintenance und ich habe es auch endlich geschafft, meinen Bart kuerzen zu lassen. 
Hier ein vorher/nachher Bild: 

Aus To Asia
Aus To Asia

 

Aus diversen (vorallem logistischen) Gruenden habe ich mich entschieden Indien/Nepal auf dieser Tour auszulassen, deshalb steht als naechstes der 2te Versuch KKH an, diesmal mit dem Ziel ueber China nach Kyrgyzstan zu reisen. Ich bin gerade extrem schreibfaul, befuerchte das hat fuer euch keinen wirklichen Zusammenhang. Auf jeden Fall werde ich noch ca. 1 Woche in Islamabad bleiben und dann wieder Richtung KKH starten. so long... 

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Moritz | To Asia

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Two bikers, father (Rainer, 1948) and son (Moritz, 1986) share the passion for motorbiking and travel. While the senior prefers well paved roads, the junior likes to ride the adventurous tracks. Rainer's favorite destination is North America, while Moritz goes preferably for Asia.

Bikes


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