So, das ist mein letzter Eintrag. Bin bei trübem Wetter in Ripley abgefahren, mit dem Ziel, im Sonnenschein den Tag zu beenden. Tatsächlich hat es in England zeitweise Sonne gehabt, insbesondere bei der Durchfahrt durch London, war recht spannend, in Dover empfing mich dann Nebel mit einem Temperatursturz von 10 Grad, also das war wieder typisch.
Aber hier beim Warten auf die Fähre wars dann wieder schön, und auf der französischen Seite war es dann richtig warm. Bin am selben Tag noch bis Lille gefahren und habe dort im Hotel übernachtet, worüber ich mich dann wieder geärgert habe, weil ich viel lieber auf dem Campingplatz bin. Also am nächsten Tag den Campingplatz municipal in Metz eingegeben und bei grosser Hitze da hingefahren, ein herrlicher Tag, So hab ich es gerne.
Und dann, zum ersten Mal auf der Reise, Tisch und Bank nur für mich. Ist so bequem. Herrlich.
Das sollte eigentlich mein Tagesabschluss werden, habe mich aber dann doch entschlossen, die wenigen Meter nach Metz zu laufen. Kannte ich ja noch nicht
Dabei haben mich noch ein paar nordirische Kinder aufgehalten, die mir unbedingt noch ihre Spinnen und Käfer zeigen wollten.
Wieder mal eine schöne Kirche von der Brücke zur Altstadt aus. Noch ein paar Eindrücke, Metz ist wirklich ganz schön.
Habe mich dann doch noch für einen Camparisoda entschieden.
Wo kommt denn dieser Drache her?
Und hier 4 Grazien beim Versuch, das ultimative Urlaubsphoto zu schiessen.
Auf dem Rückweg zum Camp hatten sich auch ein paar Schwäne eingefunden.
Nein, das ist nicht mein Motorrad, selbst wenn ich es geputzt hätte, sondern eine Harley Dyna Superglide Custom, genau meine ehemalige Maschine in Dubai (aber blau), eine schöne Erinnerung.
Und nun zum Abschluss ein kleines Fazit: 1. 6.300 km in 6 Wochen (ziemlich wenig) 2. Schön warm ist einfach schön, zu heiss kenn ich nicht, wohl aber zu kalt. 3. Camping geht noch. Nach 9 Tagen heisst mein Tagebucheintrag. "Heute habe ich mich entschlossen, dass dies meine letzte Zeltreise ist, es ist mir zu beschwerlich". Ich kann heute sagen, dass ich mich doch wieder dran gewöhnt habe, die Knochen tun zwar genauso weh wie am Anfang, es macht mir nur nichts mehr aus. 4. Mein Motorrad ist genau richtig, keine Macken, nix, 4 ltr auf 100 km. 5. Das meiste von meinem Equipment hat sich bewährt, einiges werde ich noch ändern. 6. Nächste Reise, aber kürzer wegen der Kosten, im Herbst in Zusammenhang mit dem grossen Motorradtreffen am Faaker Seee in Österreich. 7. Eigentlich ist so eine Reise viel zu teuer, beim nächsten mal also konsequent auf billige camps und Verpflegung aus dem Supermarkt achten.
So, jetzt ist Schluss und das Photo von Frank Zappa aus einem Schallplattenladen in Metz gibt einen Hinweis auf meine grosse Traumreise, die sich in meinem Hirn entwickelt, dreimal dürft ihr raten wohin.